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preußischer Offizier, der unter anderem auck ein Trauer-spiel „Thomas Auicllo" geschrieben hat, welches die Grund-lage des Tertbnches der Oper „Die Stumme von Portici"bildet. Seine Gedichte erschienen bei Cotta 1836 — alsowar er ein Dichter! Er starb als Major a. D. in Herford1846.
Es folgt ein Brief Heines, gleichfalls ans seinerStudentenzeit, an einen bisher noch nicht bekannten Jugend-freund. Leider ist nur dieses eine Schreiben aus dem ganzenBriefwechsel erhalten. Ich verdanke dasselbe der Güte desSohnes des Adressaten, der mir auch die nachfolgendenErläuterungen und Anekdoten mitgethcilt hat.
An
Herrn Ferdinand Oesterley, Dr. snr.
Assessor an der juristischen Fakultät Göttingen.
Insel Norderney, 11. August 1825.
Lieber Oesterley!
Am 5. Abends um 9 Uhr war ich in Deinem Hause, um Abschiedvon Dir zu nehmen und die Wärterin wollte mir keinen Zulaßzu Dir gestatten, weil Du in Gesellschaft wärst. Ueber Hals undüber Kopf reiste ich ab, um hierher zeitig ins Seebad zu gelangen,Ich bitte Dich, sieh zu, ob etwa ein Brief für mich angekommen,und in diesem Falle schicke ihn an Dr. Heine in Lüneburg.
Ende September werde ich nämlich in Lüneburg sein; vierWochen bleib' ich hier und mache unterdessen oder nachher einenAbstecher nach Holland. In Embden habe ich schon den Vor-geschmack des holländischen Wesens genossen; ich wollte mich tod-lachen, als ich die erste hübsche Holländerin küßte und sie phleg-matisch still hielt und nichts sagte als ein immerwährcnndesmzm Inzer!
Grütern lasse ich herzlich grüßen. Bücher, die ich in der Eilenicht verpacken konnte, habe ich Raumern beauftragt, dem Grüterzu geben, damit er sie mir nach Lüneburg befördere. Ob ich meinenPlan ausführe und zur Bibliothekbcnutzung nach Güttingen zurück-kehre, das wissen die Götter. Ich soll ja hier an gar nichts denkenund bloß des Morgens den Kopf in die schäumenden Wogen derNordsee sorglos hineinstecken. — Hab' schon zehnmal gebadet und