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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
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ist. Das Gefühl, daß er gezwungen war, im Exil zu leben,verließ ihn nie in Frankreich, obwohl er dort im sozialeilLeben viel ihm Verwandtes vorfand. Für einen Dichterwie Heine, war die Luft der Heimath eine unbedingteNothwendigkeit, lind wenn er doch in Frankreich zu lebenliebte, so kommt dies daher, weil er dort gut aufgenommenwnrde und das Leben eines freien Menscheil führen konnte,während er in Deutschland aller Wahrscheinlichkeit nachhätte im Gefängniß schmachten und unter beständiger Polizei-aufsicht steheil müssen. Aber er hatte eine höhere Meinungvo>l dem deutschen Geiste lind dem deutschen Schaffen, wievoil dem französischen. Die deutsche und auch die englischePoesie stand höher in seiner Achtung als die französischeund ebenso hielt er die Franzosen für unfähig, echte Poesiezil würdige». Und wenn er auch die Deutschen stets wegenihrer laueil Erfüllung sozialer und politischer Aufgabenschalt, so war das doch nnr wie ein wohlwollendes Urtheil,das wir über einen Freund, den wir gern vollkommen sehenmöchten, aussprechen. Die Ehre seines Vaterlandes lagihm in Wirklichkeit so am Herzen, daß er sich in der Thateinmal mit einem Franzosen duellirt hat, weil sich derselbeschmähende Aeußernngen über Deutschland erlaubt hatte.Wir haben gesehen, daß er zahlreiche Beweise physischenund nicht selten auch moralischen Muthes gegeben hat,welche ganz gewiß sehr ehrenvolle Züge im Charakter einesMannes sind. Treue Freundschaft erwiderte er ehrlich, undein Dürftiger, ein Nothleidender fand stets an ihm einenhochherzigen Helfer. Er war sehr feinfühlig und stetsbereit, das Unrecht, welches man ihm oder Anderen zugefügt,zil empfinden; etil reizbares Temperament ließ ihn dann Wortesagen, die er später bereute. Es scheint überhaupt ein charak-teristischer Ztlg in Heines Familie gewesen zn fein, wie erselbst in einem Briefe an den Onkel dies hervorhebt. Heine