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bisher uns Deutschen wenig oder gar nicht bekannt war,der es aber wohl verdient, dag sein Name in Teutschland mitEhren genannt werde. Wie Keiner vorher ist er in denGeist und die Weltanschauung des Dichters eingedrungen,wie wenige Uebcrsetzer hat er originelle und gewissenhafte,geistreiche und sorgfältige Wiedergabe der Prosa Heines zuseiner ausschließlichen Aufgabe gemacht. Wenn man vonden Uebersetzungen Stigands gesagt hat, daß Heine, hätteer derlei erlebt, ans die Engländer mit noch größerer Bitter-keit geschimpft hätte, so darf man von den Uebersetzungen desMagister Snodgraß sage», daß sie selbst Heine befriedigtund mit England ausgesöhnt hätten. Es ist ja natürlich,daß auch die besteUebersctznng denBlüthenstaub des Originalsabstreifen wird; aber die von Snodgraß gibt wenigstens dasBild und de» Gedanken wieder und bemüht sich, Beidesder Begriffswelt und der Sprache anzueignen, von der Heineeinmal geklagt: „Sie nehmen ein Dutzend einsilbiger Wörterin den Mund, kauen sie, verdrehen sie, und speien sie wiederaus, und das nennen sie sprechen."
Mit dem vollen Inhalt und ihrer reinen Form lassensich weder Heines Poesie noch auch seine Prosa in eineandere Sprache verpflanzen; welchen Wohlklang und welcheTreue aber unser Uebersetzer seinen Nachbildungen trotz desspröden Sprachmaterials verliehen, das mag das auf'sGeradewohl herausgegriffene erste Gedicht aus dem Buche:»'sVik, ^Viscloin ancl ?g,tbos" klar an den Tag legen. Esist die Uebertragung des bekannten Gedichts: „Ans meinenThränen sprießen — viel' blühende Blumen hervor".
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