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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
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sei". Heine habe den „modernen französischen Witz undGeist mit deutschem Gefühl, deutscher Bildung und deutschemGedanken verbunden." Sein „litterarisches Glück sei größergewesen, als das der beiden britischen Dichter" — Byronund Shelley nämlich — ein merkwürdiges und sehr be-acktenswerthesZugeständnis? ans dem Munde eines englischenSchriftstellers, ein höchst charakteristisches zugleich, wenn dasUrtheil des Oxforder Professors mit den gleichzeitigenAcnßcrungen deutscher Professoren über Heine zusammen-hält. Damals erklärte Karl Goedeke feierlich mit Bezugaus Heine: „Er hat niemals einen positiven, befreienden

Gedanken aufgestellt, der sein Eigenthum wäre"

„Sieht man gegenwärtig die Reihe seiner Schriften ruhigund unbefangen wieder durch, erschrickt man fast vor dergeistigen Oede und Leerheit derselben und muß sich, um dieWirkung, die sie auf die Zeitgenossen gehabt Haben, einiger-maßen zu begreifen, daran erinnern, daß damals dieLitteraturder Stichwörter und der Anspielungen im Schwünge war"..... Und ein anderer deutscher Professor ging noch weiter,indem er sagte: „Durch Heinrich Heine ist die Lüge, imGegensatz zur Goethe'scheu Wahrheit, in unsere Poesie ein-geführt worden. Eine große Bedeutung hat Heine über-haupt nicht zu beanspruchen, wird man ihm auch um soweniger sichern können, als gegenwärtig bereits der beiweitem größte Theil seiner Schriften der Vergessenheit an-heimgefallen ist."

Während mar. also in Deutschland sich eifrig bemühte,den Lorbeerkranz des Dicbters, Blatt um Blatt, zu zer-pflücken, sing man in England und Amerika an, ihn nachseiner vollen Bedeutung zu erkennen und zu übersetzen.Auf die Uebertragung der Lieder durch Browning folgtenUcbersetznngen der poetischen Werke von Z. E. Wallis, vondem berühmten lind Heine congenialen, amerikanischen