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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
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macht. Bald nach dem Tode des Dichters, zu einer Zeitda in Deutschland die litterarische Kritik förmlich stummgeworden zu sein schien und Freund und Feind über denDahingeschiedenen noch nichts zu sagen wußten oder wagten,fällte schon in England keine Geringere als George Eliotin einem Essay für die „Westminster Review" das folgendeUrtheil über den Dichter: „Heine ist wesentlich ein lyrischerDichter. Die schönsten Schöpfungen seines Genius sind

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Seine Lieder sind so ergreifend, daß wir, indem wirsie lesen, glauben möchten, es müsse jedes derselben eineMelodie als Zwilling haben, die in demselben Momentund durch dieselbe Begeisterung geboren wird .... SeinLied hat ein großes Register von Noten; er kann uns anden Strand der Nordsee führen und durch die düstereErhabenheit seiner Bilder und träumerischen Phantasienerschüttern; er kann uns durch den Ton, den er unferneigenen Schmerzen oder den Leiden des „armen Peter"giebt, eine Thräne entlocken; er kann uns schaudern machen,durch seine geheimnißvollen Balladen oder durch eine nochentsetzlichere Schilderung der rauhen Wirklichkeit; er kannuns aber auch entzücken durch eine friedliche Idylle, herzlichlachen machen durch seinen überschäumenden Humor, oderin Staunen versetzen durch seinen Witz und Geist indem Uebcrgang vom Erhabenen zum Komischen. Dieseletztere Begabung ist keine wesentlich poetische, aber nurein echter Dichter kann sie mir solchem Erfolg üben, wieHeine; denn nur ein Dichter kann unsere Empfindung undErwartung zu einer solchen Höhe führen und durch einenraschen Fall noch eine Wirkung erzielen. Die größte Machtvon Heines Talent ist sein einfaches Pathos, in demimmer verschiedenen, stets aber natürlichen Ausdruck, den