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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
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Was die Mitteilungen Heines über seine Familie be-trifft, so kann man nur sagen, daß sie wenig oder vielmehrso gut wie nichts Neues bringen. Der Reiz, den abergerade diese Mittheilungen ausüben werden, besteht in derBeobachtung, wie sich Heine zu der vielbestritteneu Frageder Objektivität solcher Memoiren stellt. Will man gerechtsein, so muß mau sagen, daß er diese Frage glänzend ge-löst hat. Das Bild, das er von seinem Vater und seinerMutter entwirft, hat die kindliche Pietät und die innigsteLiebe gezeichnet. Dabei aber steht er doch dem Thema ge-nügend objektiv gegenüber, um auch die Fehler der Elternnicht zu übersehen oder zu verschweigen. Einer der vielenFreunde Heines, vor denen er sich mehr zu fürchten hatte,als vor seineu Feinden, hat einmal die vertrauliche Mit-theilung gemacht, Heine habe in den Memoiren des Herrnvon Schnabelowopski seinen Vater gezeichnet; Andere wie-derum wußten mit geheimnißvoller Wichtigkeit zu erzählen,daß die Familie nur deshalb die „Memoiren" nicht erscheinenlasse, weil das Bild, das er darin von seinen Eltern ent-worfen, große Pietätlosigkeit verrathe. Beides schien gleichunglaublich und Beides ist durch diese „Memoiren" glänzendwiderlegt. Das Gleiche gilt von der Insinuation, daß Heinestets seine mütterlichen, nie seine väterlichen Verwandtenerwähnt, gegen die er sich in diesen Auszeichnungen entschiedenverwahrt. Auch das Bild, das Heine von dem GroßoheimSimon van Geldern entworfen, ist nach vielen Richtungencharakteristisch. Diese Darstellung athmet ganz den Reizder Zugendschriften. Es scheint, als hätte ihn bei der Er-innerung au den Großoheim der Humor der alten Zeit involler Frische überkommen. Der jüngere Doktor van Geldernwar ein eifriges Mitglied des in den zwanziger Zahren inBerlin wirkenden „Kulturvereins", für den er am RheinPropaganda machte, und ich glaube, daß durch seine