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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
Seite
252
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bilden, welche jedoch „in einem populärer» und noch vielpittoresker» Stil geschrieben werden" — sodann schreibter: „Herr T. wird Ihnen gewiß die Mittheilung gemachthaben, daß ich mich mit Heroismus einer ganz neuen Ab-fassung meiner „Memoiren" unterziehe, und ich hoffe, daßdieses die Krone meiner Schriften sein wird. Aber Heroismuswar es, statt zu flicken, gleich wieder etwas Neues zu weben,und ich hoffe, wenn ich ohne Störung bleibe, schon in diesemJahre eine große Portion fertig zu machen und unverzüglichzu publiciren. Da ich jetzt weiß, was ich nicht sagen darf,so schreibe ich mit großer Sicherheit, und nichts hindertmich mehr, das Geschriebene schon bei Lebzeiten vom Stapellaufen zu lassen."

Vergebliches Hoffen — denn immer tiefer fallen dieSchatten in das Leben des kranken Heine, immer heftigerbohren die Schmerzen sich in feinen arg zerrütteten Körperein, immer schwerer wird ihm die Sorge um sein Weib,immer mühevoller sein Schaffen, die tägliche Arbeit um dasBrot. Sein Sekretär aus jenerZeit — es war dies bekanntlichkein Geringerer alsKarlHillebrand — hat nichts darüber mit-getheilt, ob ihm Heine auch etwas von den „Memoiren"in die Feder diktirt habe. Und nur noch einmal begegnen mirin den Briefen des Dichters — und zwar in dem Schreibenan einen thenren Jugendfreund, an Joseph Lehmann,einer Erwähnung der „Memoiren". Er bittet den altenFreund um Nachrichten, da er vom Vaterlande nichts mehr

erfahre „Denn auch, da ich, sobald ich wieder zur

.Ruhe komme, mich ganz in meine Memoiren versenkenwerde, kann irgend eine Mittheilung über Schicksale undTransformationen landsmännischer alter Freunde für michvon einigem Nutzen sein. Manchen glaube ich lebend, derlängst todt ist; und manchen glaube ick/ todt, der unterdessenbloß dumm geworden oder schlecht."