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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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nichts von der Arbeit an den „Memoiren", nichts von derHerausgabe hören oder lesen. Erst das geldfressende Un-geheuer seiner Krankheit erinnert ihn wieder au die betrüb-same Thatsache, auf neuen Erwerb sinnen zu müssen. Und indem Unmnth darüber schreibt er — im März 1852 — anCampe: „Ich habe vielleicht der Delikatesse immer zu sehrgeopfert, und man hat mir verflucht schlechten Dank dafürgewußt. Rücksichten für Ueberlebeude sakrificierte ich dengrößten Theil meiner „Memoiren", und es klingt wie eineIronie, wenn ich jetzt in Bezug auf letztere Anträge erhalte,die Sie in Erstaunen setzten würden. Mißversteheu sie michnicht, liebster Freund, ich denke an keine solche Herausgabe,die mich auf einmal aus der Patsche reißen würde" . . .

Zu die Lücke dieser zehn Jahre fällt also die „Sakri-fikation" eines Thcils der von ihm selbst ans vier Bändegeschätzten „Memoiren", von denen Heine selbst noch einmalberichtet, daß „in der That ein großer Theil davon ver-nichtet ist." Auch viele Freunde des Dichters — Laube,Meißner, Kaiisch, Weill u. a. — berichten von einem Auto-dafe, das Heine in jenen Jahren einmal angerichtet, ineinem jener dunklen Augenblicke, wo man geistigen Selbst-mordgedanken nicht widerstehen kann; „es waren hübscheSachen darunter" — erzählte er später einem Bekannten

— „Friede ihrer Asche!"

Nun gibt es allerdings böse Skeptiker, die nicht rechtdaran glauben wollen, daßHeine, der von seinenProdnktionenwirklich sehr eingenommen war, die Kinder seiner Muse inso grausamer Weise dem Feuertode habe übergeben können.Zndeß wird eine Notiz in einem zwei Zahre späteren Briefe

— gleichfalls an Campe — doch wohl die Wahrscheinlichkeitdieses litterarischen Kindesmords bestätigen. Zu diesemBriefe spricht er zunächst von der Herausgabe der „Geständ-nisse", dir gleichsam „die Vorläufer" zu den „Memoiren"