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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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da ich das Publikum keime und geuau weiß, über welchePersoueu, Zustände und Ereignisse es belehrt und unter-halten sein will." Heine berichtet dann noch des wettern,daß er sich nur betreffs der Lieferuugszcit und des Volumensnicht verpflichten könne, da sich ihm der Stoff unter derHand dehne und was er heilte auf zwei Bände schätze,später über drei hinauslaufen könne.

Die Antwort Campes schien trotz alledem nicht sehrcrmuthigend gewesen zu sein, denn Heine wird in dennächsten Briefen an seineil Verleger ganz still von demProjekt, in einem Schreiben aber, das er wenige Monatespäter ail Bruder Max aus Havre de Grace richtet, meldeter diesem: „Ich schreibe viel. Mein wichtigstes Werk sinddie Memoiren, die aber doch nicht so bald erscheineil werden;am liebsten wäre es mir, wenn sie erst nach meinem Todegedruckt würden!"

Man kann sagen, daß von all' den Herzenswünschendes armen Heine eigentlich nur dieser eine einzige wirklichiil Erfüllung gegangeil ist! Die Differenz aber zwischendem vorigeil und diesem Schreiben kann man aus der ein-fachen Thatsache erklären, daß aus die schreckliche Geldebbewieder eine Honorarfluth gefolgt ist, die dem Dichter dasHinausschieben des Memoirenprojekls gestattete.

Es ist illlil lange still voil den Memoiren. Erst derSturm, den das Testament des reichen Onkels erregte, derdes armen Neffen ganz vergessen, beschwört auch die „Me-moiren" wieder herauf, die aber — zur Ehre Heines seies getagt — nie als Waffe gegeil den Feind vorgeführt,sondern nur in einem Moment überwallenden Zornes zudeil „Tribulationen" gezählt werden, die er gegen die Familieausheckt. Indeß geht auch dieser Sturm vorüber und derDichter ist seinem Schaffeil wiedergegeben. Um so seltsamer,daß wir jetzt und lange Zeit — fast 10 Jahre hindurch —