rasenden Kopsschwerz, so würde ich Ihnen über das nächsteBuch, das ich herausgebe, das Umständlichste mittheilen.Ich habe nämlich wirklich schon begonnen, mein Leben zuschreiben; nur der Zeitumstände wegen zögere ich gern mitdieser Publikation, ich wollte ihr auch den höchsten Glanzverleihen und lange daranschreiben; aber gerne kontrahiereich schon jetzt mit Ihnen über dieses Werk, wie ich es immerlange vorher mit meinen Büchern zu machen pflege, undich glaube: wenn es einst den Schluß der Gesammtansgabebildet, ist der Werth derselben unberechenbar zu IhremVortheile erhöht."
Es ist nicht bekannt, was der schlaue Verleger aufdiesen echt geschäftsmänniscb abgefaßten Brief Heines er-widert hat, jedenfalls kommt der Dichter schon in seinemnächsten Briefe auf die Sache, die ihm sichtlich sehr amHerzen liegt, zurück: „Tag und Nacht beschäftige ich michmit meinem großen Buche, dem Romane meines Lebens,und jetzt erst fühle ich den ganzen Werth dessen, was ichdurch den Brand im Hanse meiner Mutter an Papierenverloren habc.^) Ich hatte die Absicht, dieses Buch erstin späteren Zeiten herauszugeben, aber angeregt durch dieIdee der Gesammtansgabe meiner Werke, soll es das nächstesein, was das Publikum von mir erhält; nichts soll frühervon mir herauskommen. Ich habe Ihnen in meinem letztenBriefe bereits gesagt, daß ich mich freue, ein solches BuchIhnen anbieten zu könneu . . . Sie wissen, ich prahle nicht,und ich kann schon jetzt das Außerordentlichste prophezeien,
H Während des großen Hamburger Brandes im Zahre 1842.Heine hatte seiner Mutter eine Kiste mit Papieren und Büchern auf-zuheben gegeben, in der das Manuskript des „Rabbi von Bacharach",sein ganzer Briefwechsel mit Jmmermann, Rahel u. a. aufbewahrtiag, und die damals mit verbrannten.