Bart ü 1s, Henri IV., zu beiden Seiten des Kinns mitstark von der sonst dunklen Färbung abstechenden weißenStellen, umrahmt den schön geformten Mund.
Wir sind schnell mit uns darüber einig, daß dieserMund und jene über die dünn Decke ausgestrchten feinen,durchsichtigen Hände das Schönste au dieser leidenden Mannes-gestalt sind. An diesen „schöngereimten Lippen, die mannur bei Dichtern findet", erkennen wir den Poeten undverfolgen mit Spannung die Worte, die er mit einem räthsel-hafteu Lächeln an seine Gattin — denn das war jene kleinegeschwätzige Frau — richtet, die ihm, da er eben aus einemkurzen,unruhigenHalbschlummererwacht, mit ihren materiellenSorgen naht.
Mit gebrochener Stimme, fast wie im Traume noch,erwidert der Kranke der ängstlich auf ihn blickenden Mathilde:„Sei unbesorgt, meine Liebe; es kommt ein Mann . . .mit einem Sack voll blanker Thaler . . . der kleine Zacharias. .. da wird alles gut werden ... es wird Geld ins Hauskommen . . . der kleine Zach . . . a . . . rias kommt . . .mit einem Sack . . . blanker Thaler" . . .
Dann wendet er sich zur Seite und träumt weiter.
Mathilde aber ruft entsetzt ans: „O mein Gott, erredet irre!" Weinend und händeringend holt sie ihre treuePauliue herbei, und beide umstehen nun das Krankeulager.Der Dichter aber hat sein leidendes Dulderantlitz der Sonnezugewendet, die eben ihre vollen Strahleil in sein stillesHeim lind auf sein Schmerzensbett lind auf sein abge-magertes Gesicht feildet, und noch einmal dasselbe mit derAureole der Poesie umglänzt. Er scheint zu träumeil; nurselten hört mau ein abgerissenes Wort, einen hastig aus-gesprochenen Satz, einen schwer hervorgestoßenen Namen überdie feinen, weichen lind doch kräftigen Lippen huschen!Hier und da verzieht sich der herrliche Mund zu einem