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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
Seite
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Denn den ganzenRomancero" har Heine Hillebrandin die Feder diktirt. Und Hüffer hat Recht, wenn er hinzu-fügt, es sei für die Freunde seiner Mnse ein sehr erfreulicherGedanke, daß die unter so vielen Schmerzen entstandenenGedichte gleich, da sie znm ersten Male laut wurden, ihreAufzeichnung durch die Hand eines jFreuudcs erhielten,der ihren Werth und den Werth des Dichters zu schätzengewußt hat.

Das Gedicht war jedesmal ganz fertig am Morgen,"so erzählt Hillebraud.Dann aber ging's an ein Feileu,das Stunden lang währte, und wobei ich ihm als Prüf-stein diente, oder vielmehr er meine Zugend wie Molivredie Unwissenheit Louisons benutzte, indem er mich überKlang, Tonfall, Klarheit u. f. w. befragte. Dabei warddann jedes Präsens und Zmperfectum genau erwogen, jedesveraltete und ungewöhnliche Wort nach feiner Berechtigunggeprüft, jede Elision ausgemerzt, jedes unnütze Adjektivweggeschnitten; hier und da auch wohl Nachlässigkeitenhineincorrigirt. Ich erinnere mich lebhaft jedes einzelnenGedichtes der Sammlung, ziemlich genau auch der Kommen-tare vornehmlich über Personen, die er dazu machte."

Aber Hillebrand war auch Heines Vorleser. Und dieMittheiluugen, die er über die Lektüre des an die Matratzen-gruft gefesselten Dichters macht, sind von nicht geringeremInteresse und von großem Werth für das Urtheil überseinen wissenschaftlichen Sinn, den ihm die Literarhistorikerunter den deutschen Professoren stets so gern abgesprochenhaben. Drei bis vier Stunden täglich las ihm Hillebraudtheologische und philosophische Schriften vor, wie die Werkevon Spittler, Tholuck, Spaltung und die Bibel,die erfast auswendig wußte" und aus der man ihm besondershäufig vorlesen mußte. Von Zeitungen wollte er nichtswissen. Höchstens dasJournal des Döbats" duldete er