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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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noch kein Tagebuch geführt und war nach seinem Ge-ständnis?jugendlich leichtsinnig genug, all' das schöneGold, das ans des Dichters Munde floß, anstatt es sorglichanfznspeicheru, durch die Finger gleiten zu lassen. Denner war ein Verschwender: Witz und Bild strömten ohneUnterlaß von seinen Lippen, und man hätte nur keinjämmerliches Sieb sein müssen, wie ich es war, nm denStrom aufzufangen."

Indes? ist auch dieses nur ein Bckenntniß seiner Be-scheidenheit. Denn ich selbst kann aus mündlicher Unter-haltung bezeugen, wieviel Hillebmnd noch nach mehr alsdreißig Zahrcn von Heines Geistesspielen, scharfen Witzen,satprische» Bemerkungen, persönlichen Ausfällen und fun-kelnden Gedankenblitzen in treuer Erinnerung bewahrt hat.Das Thatsächliche aber über seine Stellung bei Heine hater in jenen? gedruckten Schreiben veröffentlicht, in dem eröffentlich Zeugnis? ablegte für seine Verehrung Heines, fürden Charakter des Dichters, für die mächtige Geisteskraft,die mitten unter den entsetzlichsten Qualen eine solcheSchärfe des logischen Denkens, eine so hohe poetische Welt-anschauung sich bewahrte. Auf dieses Schreiben, das ichfür eines der wichtigsten Dokumente zur Biographie Heineshalte, und das meiner Ansicht nach nicht wenig dazubeigetragen hat, das deutsche Urtheil über Heine, das mehrals billig von Gervinns, Koberstein, Goedeke n. A. beeinflußtwar, zu Gunsten des Dichters umzuwandeln, brauche ichhier nur zu verweisen; es enthält über die Leidenszeit desDichters und die Entstehung desRomancero"die interessante-sten Aufschlüsse.*)

") Dasselbe ist in dem bereits wiederholt citirtcn, vortrefflichenBuche von H. Hiisfer:Aus dem Leben Heinrich Heines" (Berlin 1878)S. 1ö7 ff. enthalten.