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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
Seite
230
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Und in dem Cyklus von Liedern, dieZum Lazarus"überschrieben sind, finden sich die beiden andern Gedichte,von denen das eineDich fesselt mein Gedankenbann" denmächtigen Zauber verräth, mit dem der Dichter die Mouchefesselte, indeß das andere,Laß mich mit glüh'ndeu Zangenkneipen", einer der bereits erwähntenWuthanfälle" ist,da ihn die Mouche über Gebühr hatte warten lassen . . .

Du knmcst nicht ich rase, schnaube.

Und Satanas raunt mir in's Ohr:

Die Lotosblume, wie ich glaube,

Moquirt sich Deiner, alter Thor.

Ob Heine gewußt hat, wer diese seltsame Mouche war,die seine letzteil Lebenstage erhellte? Darüber lassen unsdie Geständnisse der Dame im Unklaren. Und auch AlfredMeißner berichtet nicht darüber.Wir haben sie beide ge-liebt, Heilte und ich" sagt eraber wie anders Zeder!Ich, in den sonnigen Tagen des Glückes, mit Gelächterund Leichtsinn, er in Leid, Gram, und Verzweiflung." Undbeide erfreute das Surreu der kleinen, glänzendenFliege",ohne daß sie fragten, woher sie kam und wohin sie ging.

Schiebe deinen Hut etwas zurück, daß ich dich bessersehe! Morgen also, hörst du, nicht ausbleiben!" Das warendie letzten Worte Heines zur Mouche. Und als sie des an-dern Morgens kam,war keine Schule mehr", denn Heinewar todt ....

Zn ergreifender Weise schildert die Frau, welche einstdem Dichter so nahe gestanden, ihren letzten Eindruck; schließenwir mit jener Schilderung dies kurze Skizzenblatt:Mauführte mich in ein stilles Zimmer, wo die Leiche wie eineStatue auf einem Grabmal in der erhabenen Unbeweglich-kcit des Todes lag. Nichts Menschliches mehr in diesenkalten Zügen, nichts mehr, was au Den erinnert, der dagestielt, gehaßt und gelitten: eine antike Maske, über welche