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weide Sic wohl erst in Mnrlp sehen, wohin ich am Sonnabendwahrscheinlich gehen werde. Ich würde sehr lügen, wenn ich ver-schwiege, daß das Vergnügen, welches ich stets empfinde, so oftich Sie sehe, 5» denjenigen gehört, welche mir das Leben einiger-maßen ertraglich machen.
Zhr ganz ergebener
Mittwoch Früh. Heinrich Heine.
Iii dem Dorfe Mark), dessen Heine in diesem Briefeerwähnt, wohnte damals die Fürstin Belgiojoso, derenklassische Schönheit Heine verehrte. Heine traf dort mitvielen hervorragendeil Schriftstellern, Künstlern und Aka-demikern zusammen, und Frau Zaubert weiß nicht gelingvoit den kleinen Neckereien und Malicen zu erzähleil, mitdenen der boshafte Dichter einmal Victor Cousin, einandermal den armen Bellini verfolgte. Da war nun die„Frau Gevatterin" so recht in ihrem Element, auszugleichen,zu begütigen, zu versöhnen. Anfangs zürnte sie Heine nachsolchen Scenen, aber sie ließ sich rasch wieder besänftigenund schenkte dem damals schon Schwerleidenden ihre auf-richtige und herzliche Theilnahme. Zu der Folge wuchsendie Sympathien mit den Leiden des Dichters, lind manchenschönen Gedankeil und manches tiefempfundene Wort hatCaroline Zaubert in ihren Erinneruiigen reprodncirl, dasHeine in solchen Momenten ausgesprochen. „Zch verlieredie Sehkraft und werde nun, wie die Nachtigall, um sobesser singen," sagte er ihr, lind dann wieder: „Zch kannnur noch aus einer Seite kauen und nur noch mit einemAuge weinen. Zch bin nur noch ein halber Mensch. Zchvermag nur noch ans der linken Seite eine Liebeserklärungzu machen und zu gefallen. O Weiber! Werde ich künftigi>»r noch auf die Hälfte eines Herzens Anspruch machendürfen?"
Natürlich intercssirte sich die „Frau Gevatterin" auchsehr lebhaft für die junge Ehe Heines; dieses Interesse
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