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ist und daß sich hinter ihrem neckische» Unwillen nichts An-deres verbirgt, als ausrichtigste Sympathie für Müsset, demsie so gern die überflüssigen Sorgen abnehmen, den sie sogern zur Thatkraft anspornen möchte." Und gerade deshalbist das Epitheon „Frau Gevatterin" wahrhaft charakteristischfür das Wesen dieser Frau und für ihre Beziehungen sowohlzu Müsset wie zu Heine.
In einem anmuthig geschriebenen Buche hat FrauZaubert vor längerer Zeit diese Beziehungen selbst geschildert.Es führte den Titel »Souvenirs" und ist bei Hetze! n. Comp,in Paris erschienen. Von verschiedenen Seiten wurden diese»Souvenirs" damals in Deutschland eingeführt und be-sprochen. Das Buch scheint aber doch die Verbreitung nichtgefunden zu haben, die es verdiente, und die schnelllebigeZeit hat die Erinnerung an die Freundin zweier großerPoeten so rasch verweht, daß es sich wohl geziemen dürfte,auf dieselbe nochmals zurückzukommen. Erst vor einigenWochen ist das Buch in deutscher Uebertragung erschienen,so daß das Bild der „Frau Gevatterin" von Neuem inden Gesichtskreis des deutscheu Lesepnblikums tritt. Natürlichwerden für deutsche Leser die Erinnerungen der Dame auHeinrich Heine und die Schilderung ihrer mehr denn zwauzig-tährigen Freundschaft mit dem Dichter von besonderemInteresse sein.
„Ich erinnere mich eines Augenblickes," schreibt Heineeinmal in seinen „Floreutinischen Nächten", „wo mir Belliniin einem so liebenswürdigem Lichte erschien, daß ich ihnmit Vergnügen betrachtete und mir vornahm, ihn näherkennen zu lernen. . . . Dies war eines. Abends, nachdemwir im Hause einer großen Dame, die den kleinsten Fußin Paris hat, mit einander gespeist. ..."
Diese große Dame mit dem kleinsten Fuß ist FrauCaroline Zaubert gewesen. Sie war eine geborene d'Alton