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war bei ihrer Mutter, wo sie während meiner Abwesenheitihren Wittwensitz hielt; ich habe vernommen, wie mansie in Deutschland verleumdet hat; die Art und Weisedieser Verleumdung macht dem deutschen Volke große Ehre.Zch habe nie an meinem Vatcrlande gezweifelt; wir sindein großes Volk; wir bespritzen nicht unsere Feinde mitätzenden Epigrammen, sondern wir begießen sie mit deutschestemUnflath."
So bitter und hart diese Worte klingen — wer jeneSchandliteratur kennt, wer einmal sich die Mühe genommen,zu lesen, was deutsche Berichterstatter damals aus Parisan angesehene deutsche Zeitungen über Heine und seineGallin an Schmutz und Lügen und Entstellungen berichtethaben, der wird ihnen eine gewisse Berechtigung nicht ab-sprechen. Und Heine hat Recht gehabt. Kaum ist dieletzte Scholle auf das Grab seiner Gattin gefallen, regtsich die Hpder der Verleumdung wieder und spritzt ihrGift aus. . . .
Dem gegenüber muß constatirt werden, daß von allenFreunden Heines fast ohne Ausnahme, selbst von denen,die Mathilde nicht wohlwollten, übereinstimmend ihreTreue und Anhänglichkeit, ihre unerschütterliche Liebe zuHeine anerkannt wird. Es ist traurig, daß solche Dingeerst noch bestätigt werden müssen, es ist aber noch vieltrauriger, daß sie überhaupt erst ohne Grund in Fragegestelll werden.
Aber auch ohne diese attestirte Treue — man brauchtsich nur die geringe Mühe zu nehmen, die Briefe Heinesan Lewald und Laube, vor allem aber an Mathilde selbstzu lesen, die im Nachlaß des Dichters publicirt wurden,um daraus das Zdyll einer Liebe kennen zu lernen, wiesie reiner und inniger und heißer nicht denkbar ist. „DasWichtigste, was ich Dir mitzntheilen habe, ist, daß