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war zu viel bei katholischen Prälatentafel» eingeladen; dieKost hat seine Gedankenwelt unigewandelt!"
Und zu diesem August Lewald hatte nun Heine einbesonderes Zutrauen gewonnen — trotz seiner großen Gour-mandise nnd seiner großen Frömmigkeit. Zhm berichteter zuerst von seiner Liebe zu Mathilde, ihm theilt er zuerstden Entschluß mit, sie zu Heirathen, ihm meldet er mit großerRegelmäßigkeit die einzelnen Phasen seines Verhältnisses,ihm vertraut er sogar das große Gehcimniß an, daß seineFrau absolut von seinen Schriften nichts verstehe und ganznaiv bemerkte: „Die Leute sagen, daß mein Henri ein großerPoet sei; ist es nicht schnurrig, daß ich gar nichts davonverstehe?" — So sind die Briefe Heines an Lewald eigent-lich die beste nnd untrüglichste Quelle für das Verständnißseiner Ehe.
„Mathilde erheitert mir das Leben durch beständigeUnbeständigkeit der Laune;" — schreibt er einmal — „nurhöchst selten noch denke ich daran, mich selbst zu vergiftenoder zu asphyxiren; wir werden uns wahrscheinlich auf eineandere An ums Leben bringen, etwa durch eine Lectüre,bei der man vor Langemeile stirbt. Herr ^ hatte ihr soviel Rühmliches über meine Schriften gesagt, daß sie keineRuhe hatte, bis ich zu Renduel ging und die französischeAtisgabe der „Reisebilder" für sie holte. Aber kaum hattesie eine Seite darin gelesen, als sie blaß wie der Tod wurde,an allen Gliedern zitterte und mich um Gotteswillen bat,das Buch zu verschließen. Sie war nämlich auf eine ver-liebte Stelle darin gestoßen, und, eifersüchtig wie sie ist, willsie auch nicht einmal, daß ich vor ihrer Regierung einerAndern gehuldigt haben sollte."
Und in einem folgenden, recht charakteristischen undgerade heute sehr beherzigenswertsten Briefe schreibt Heinean August Lewald: „Mathilde läßt schönstens grüßen. Sie