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des Dichters, dessen Lieder uns lieb und werlh gebliebensind und bleiben werden. Hermann Grimm, den ich bereitscitirte, hat Recht, wenn er sagt: „Man ignorirt oft Menschen,die nun einmal vorhand-n sind, von denen man aberwünschte,sie wären es lieber nicht. Man begrüßt sie in Gedankenund scheint sie nicht mehr zu sehen. Aber ein Wesen, dasGoethe so nahe stand und ans seine Werke eingewirkt har,zwing: uns, uns eine eine Ansicht über sie zu bilden. Eswürde sich da wahrhastig nicht geziemen, ein paar Händevoll dicht vor uns wachsender Vorwürfe zusammenzuraffen,diese als vollgültig und genügend anzunehmen und darnachabzuurtheilen." Und wiederum dasselbe darf man mit Bezugauf Mathilde Heine kühn behaupten. Warum nicht auchhier, statt zu wiederholen, was fremde Leute erzählt undwas „herrschende Ansicht" geworden, sich lieber an dashalten, was Heine in seiner Malhilde sah und was er auihr hatte: „ein Mädchen, das er leidenschaftlich liebte", dieFrau, die ihm bis zum Tode und über den Tod hinauslreu blieb, die Theilnehmeriu seiner Sorgen, den Trost unddie Freude seines Krankenlagers! Man kann nicht be-haupten, daß die Erscheinung Heines durcb diesen Hinter-grund etwas verliere; im Gegentheil, sie gewinnt anmenschlich-symparhischen Interesse, wenn man das Zu-sammenleben des Dichters mit seiner Gattin näher kennenlernt.
„Liebster Campe! Heute melde ich Ihnen ein Begebniß,welches ich Ihnen bereits mehrere Tage vorenthielt —nämlich meine Vermählung mit dem schönen und reinenWesen, das bereits seit Jahren tinter dem Namen MathildeHeine an meiner Seite weilte, immer als meine Gattingeehrt und betrachtet ward, und nur von einigelt klatsch-süchtigen Deutschen ans der Frankfurter Clique mit schnödenEpitheten eklaboussirt ward. Die Ehrenrettung durch gesetz-