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bloßes Wortgefecht — es war der Kampf zweier Welt-anschauungen, die seit Jahrhunderten in heißem Ringen sichdie Herrschaft streitig machen und die noch heute nicht sichversöhnt haben. Wer da glauben möchte, daß ick zuvielin jenes Gespräch Hineininterpretire, der wird gut daranthun, Heines Buch über Ludwig Börne an jenen Stellendurchzulesen, wo er mit leidenschaftlichem Eifer sich gegenLammenais wendet, gegen die Verbindung der Demokratiemit dein Katholicismus auftritt und endlich zu Schlüsseltgelangt, die nicht nur wahrhaft prophetischen Fernblick,sondern auch jenen echten Patriotismus verrathen, den ihmseine Gegner bis auf diesen Tag noch abzusprechen geneigtsind. Ausgehend von Börne lind Lammenais kommt Heinezu der folgenden historischen Perspective:
„Wir armen Deutschen, die wir leider keinen Spaßversteheil, wir habeil das Fraternisircn des Repnblikanismnsund des Katholicismus für baaren Ernst genommen, unddieser Jrrthum kann uns einst sehr thener zu stehen kommen.Arme deutsche Republikaner, die ihr Satan bannen wolltdurch Beelzebub, ihr werdet, wenn euch solcher Exorcismusgeläiige, erst recht ans dem Feuerregen in die Flammentraufegerathen! Wie gar manche deutsche Patrioten, um protestan-tische Regierungen zu befehden, mit der katholischen Parteigemeinschaftliche Sache treiben, kann ich nicht begreifen.Mail wird mir, dem die Preußen bekanntlich so viele Herze-leid bereiteten^), man wird mir schwerlich eine blinde Sym-pathie für Borussia zuschreiben: ich darf daher freimüthiggestehn, daß ich in demKampfePrenßens mitderkatho-lischen Partei nur Ersterem den Sieg wünsche . . ."
Diese merkwürdigen Worte schrieb Heine ini Jahre1839, also vielleicht wenige Tage oder Wochen nach jenem
P Man darf diese Aeußerung wohl mehr als eine Uebcrtreibungoder Einbildung des Dichters, denn als historische Wahrheit ansehen.