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fische Schulphilosophie, die durch dieselben die entgegen-steheudeu Ansichten über die Natur unserer Erkenntnisseausdrückte. Er sah vielmehr in diesen zwei Worten zweisociale Systeme, „wovon das eine, der Spiritualismus,auf deni Grundsatze baitrt ist, das; man alle Ansprüche derSinne verachten muß, um ausschließlich dem Geiste dieHerrschaft zu gewähren, der, nach alleiniger Herrschaft strebend,die Materie zu zertreten, wenigstens zu fletriren sucht,während das andere System, der Sensualismus, die Recktedes Fleisches wieder in Anspruch nimmt, welche mau wedervernichten soll noch kann."
Wenn uns also Laube erzählt, daß Heine auch damalsdas Gespräch auf sein Schlagwort vom Sensualismus lenkte,so können wir uns die Wendung, die dasselbe nahm, schonaus seinem Buche: „Zur Geschichte der Religion und Philo-sophie in Deutschland" bequem selbst construiren. Mitfreiem dithyrambischen Schwung hat er sicherlich den ge-waltigen, die ganze Weltgeschichte durchziehenden Kampfzwischen Spiritualismus und Sensualismus geschildert undmit poetischem Feuer den Sieg des letzter« Systems ver-herrlicht als einen Sieg der Freiheit und der Lust überdie Knechtschaft des Dogmas und des Glaubens! Nunwar auch Lammenais ohne Frage ein freier Geist, ein un-abhängiger Denker. Zu den Konsequenzen der Theorie, dieHeine aufstellte, konnte er sich aber doch von seinem Stand-punkte aus unmöglich stellen, ebensowenig wie wir etwaheute diesen Emancipationstheorien unbedingt zustimmenwürden. Heines Haß gegen das Christenthum war ein un-gerechter, einseitiger. Er sah in ihm nur die Quelle allerUebel und Kämpfe; er verkannte aber in seiner einseitigenNegation die große weltgeschichtliche Culturmissiou und dentiefen ethischen Lehrgehalt des Christeuthums. Auch dakonnte ihm Lammenais natürlich nicht folgen, so radical