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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
Seite
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(1864) bewahrte. Mit einem kleinen schwarzen Hündchenerschien der junge Herzog, der sich übrigens recht schweigsamverhielt und nur den aufmerksamen Zuhörer spielte. Auchein bekannter französischer Schauspieler, Bocage, hatte sicheingefunden, von dem aber gleichfalls nicht viel zu hören war.Desto mehr sprach aber sofort nach seinem Eintreten der letzteder Gäste, ein kleines, dürftiges, älteres Männchen, alt-modisch in einen dunkelgrünen Rock gekleidet, in starkledernenSchuhen mit groben, grauen Strümpfen einherspazierend der berühmte Abbs Lammenais, der gefeierte Schrift-steller, der kurz vorher in seinen »?arc»1s8 ck'nu eruvaut,"die Revolution im erhabensten Bibelstpl verherrlicht hatte,der nun mit Kirche und Monarchie in heftiger Fehde lebteund der wohl deshalb auch ein guter Freund von GeorgeSand war, die den zunächst etwas schüchtern auftretendenAbbe freundlich und vertraut willkommen hieß.

Wie einstubenblafser deutscher Gelehrter" erschiendieser berühmte Lammenais, von dem er sich eine so ganzandere Vorstellung gemacht hatte, unserm Laube.Er sahaus, als ob er von seiner bretaguischeu Meernebel-Einsamkeiteben gekommen wäre". Das Gespräch nahm aber doch nachdem Auftreten des schüchternen Abb« eine höhere Wendungund zog alsbald die wichtigsten Fragen der Religion undder Philosophie in seinen Kreis.

Ans diesen Gebieten war aber Heine erst recht zu Hause.Waren doch kaum fünf Zahre darüber hingegangen, seiter den Franzosen das schwere Schulgeheimuiß der deutschenPhilosophie ausgeplaudert hatte, die nun sein rechtes Elementwar, in dem er mit dem größten Behagen sich bewegte!Die SchlagworteSpiritualismus" undSensualismus"waren ihm damals wirklich geläufig, wie zu anderen ZeitenAustern mir Champagner und schöne Frauen. Nur daß erdiese Begriffe allerdings ganz anders faßte, wie die franzö-