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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
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sein theologischer Standpunkt war. Es wäre sicher zueiner heftigen Wortfehde gekommen, wenn sich nicht etwasSeltsames, Wunderbares zugetragen hätte, etwas so Selt-sames, daß wir es kanm glauben würden, hätte es nichtein so glaubwürdiger Zeuge ausdrücklich berichtet.

Der feurige Abbe, der glänzende Prediger und Schrift-steller, war nämlich ganz ohnmächtig dem leichtsinnigen,aber geistvollen Poeten gegenüber, dem sonst die Gabe derRede gänzlich versagt war! So geschickt auch George Sand,als die sorgsame Wirthin, einzulenken, zu vermitteln suchte,so oft sie auch Heine über den Kopf und durch die Haarefuhr, so liebenswürdig sie ihnWildfang" titnlirte, eshalf alles nichts. Ze mehr Heine seine Position behauptete,desto mehr zog sich Lammenais zurück. Es war klar:Er hattedie frcchcNeigung, Lammenais aufzuziehen." UmLaubes Ver-gnügen zu erhöhen, flüsterte er ihm leise in'sOhr:Diesersenti-mentalePfaffwar einmal nahe daran, Papst zu werden; hör'zn!"

Und dann rückte er mit immer schärferen Wendungenhervor. Es mochte ihm schmeicheln, einen so hohen Würden-träger der Kirche in die Enge treiben zu können.Niehabe ich Heine so mächtig gesehen in gesellschaftlichem Verkehr.Oft sprach er sein Französisch das er übrigens fein culri-virte zäh und stockend, hier floß es ihm wie die Welledes Sturzbaches von den Lippen, und er fand, ohne zu suchen,die schlagendsten Ausdrücke wie ein überlegener Franzose".Und ein ander Mal ergänzt Laube seinen Bericht:Anjenem Morgen sprach er französisch, wie ich es nie wiedervon ihm gehört: ein Beweis, wie sehr er Mensch der Stimmungwar und wie viel Vorbereitetes zerstreut in ihm lag, wasbei erhöhter Stimmung zu einer mächtigen Wirkung ge-sammelt werden konnte."

Er, der allen Zeugnissen zufolge sonst selten in ge-schlossener Form sprach und noch seltener in systematischer