Beziehungen zu Heinrick Heine drehte. Zch bat Laube,mir nock mehr zu erzählen, als in den „Erinnerungen"stände. Er lehnte dies ziemlich barsch ab: „Was ich gewußt,habe ich geschrieben, mehr taugt nichts." Auf meine Bitte,wenigstens einige nur kurz berührte Punkte, so namentlichdas Vcrhälrniß Heines zu den französischen Notabilitätenseiner Zeit, ausführlicher zu schildern, da diese Verhältnisseebenso interessant als unbekannt seien, holte er aus einemSchubsach ein altes, deutsches Zciiungsblatt hervor, daseinen Besuch, den er mit Heine zusammen bei George Sandgemacht, schildert, und das er mir mit Randglossen analp-sirte, die ich mir, ebenso wie die wichtigsten Mittheilungenaus senem heute vollständig vergessenen Aufsatz, genau auf-gezeichnet habe.
Von diesem Besuch, den Laube in seinen „Erinnerungen"mit ein paar Zeilen kurz abgefertigt hat, will ich hier einWeiteres erzählen, nachdem nun fast alle Hauptpersonenjener Visite die kühle Elde deckt. Laube war schon dreiviertelZahr in Frankreich, ehe er sich an diesen Besuch wagte.Und zwar halte er nach eigenem Geständniß der Sprachewegen so lange gezögert, deren völlige Beherrschung ihmüberaus schwer wurde. Als er Heine einmal sein Leid klagte,bemerkte dieser: „Warten Sie, bis Sie von Ihrer Reisein die Provinzen zurückgekehrt sind! Hier in Paris sprichtman zu viel Deutsch, um gut Französisch zu lernen; inder Provinz hört man nicht überall das beste Französisch,aber man hört und spricht nur Französisch, und vom bestenFranzösisch kann überhaupt erst nach einigen Zahren dieRede sein — das ist wie Wein. Kaum gelesen und gekeltert,ist er nur für den ersten Durst."
Laube ließ sich dies gesagt sein und unternahm in derThar zuerst seine Reise in die französischen Provinzen, dieer bis Algier ausdehnte. Nach seiner Rückkehr — ich weiß
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