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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
Seite
174
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Heine und seine Poesie wehte. Daß dieses Buch uicht sodurchgegriffen, wie er gehofft und gewünscht, dezeichneteMeißner später wehmütig „als einen der großen Fehlschlägeseines Ledens!"

Hat Meißner selbst, und zwar mit der ihm eigen-thümlichen schriftstellerischen Gewandtheit, in diesen „Er-innerungen", im „Schattentanz", den „Kleinen Memoiren"und seiner „Lcbensgeschichte" die einzelnen Stadien seinerBeziehungen zu Heine geschildert, so bleibt nns nur einekleine und dürftige Nachlese übrig, jdie sich zumeist aufprivate Mittheilungeu und Beobachtungen stützt. Und dasind es denn hauptsächlich zwei Punkte, die ich hier, umjeder Mißdeutung vorzubeugen, kurz darlegen möchte.

Es ist vielleicht bekannt, daß Meißner seine Ansichtüber Heines Ehe und Frau Mathilde selbst innerhalb derletzten Zahre vollständig geändert hat. Eine solche Wandlungdarf aber keinen, auch nicht den leisesten Schatten auf dasAndenken des edlen. Mannes werfen! Als Meißner seineersten Erinnerungen schrieb, da galt es zunächst, denCharakter Heines selbst vor Verkeunung und Verleumdungzu schützen und sein Leben allen Angriffeil gegenüber zuvertheidigen. Mail war damals gewohnt, Malhilde fürwenig mehr als die Maitrcsse Heines zu halten, lind benützteauch dieses Verhältniß gleichsam als ein Zengniß für dieZmmoralität des Dichters. Es kommt dazu, daß Meißnersich damals noch in seiner sogenannten jungdeutschen Periodebefand — kein Wunder, daß er warm für die verleumdeteFrau eingetreten lind diese Ehe in einem besseren Lichtegezeigt hat, als man sie bis dahin zu sehen gewohnt gewesen.

Als dann die Vcrleumdungeu schwiegeil und aus demLager der Heine-Partei desto lauter förmliche Lobpsalmeuauf die gute, dicke Mathilde erklangen, als die alte deutscheSucht, alles Ferne zu idealisiren, auch über dieses Verhältniß