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kennen. Eines schönen Winterabends wurde beschlossen,daß Heine etwas für Hiller, der damals beständig ans derJagd „nach guten Texten" war, dichten sollte. Schon nachwenigen Wochen erfüllte er sein Versprechen und sandteHiller ein Heft: „Närrische Lieder von H. H., noch närrischereMusik von F. H." Leider war jedoch kein einziges dieserLieder — ich glaube, sie befinden sich meist in der Sammlung„Neuer Frühling" — auch nur im entferntesten komponirbar.So unterblieb die gemeinschaftliche Arbeit.
Seit seiner Uebersiedelung nach Deutschland sah Hillernur noch dreimal seinen Freund Heine, mit dem es nunrapid abwärts ging. Zunächst in den vierziger Zahrennoch einmal, dann das zweite Mal im Frühling des Jahres1851. Es war bereits ein Besuch am Krankenlager der„Matratzengruft".... Auch diesen Besuch hat Hiller seinerZeit ausführlich beschrieben. „Als ich an seinem Bette saßund er mir abwechselnd sprach vom lieben Gott und vonMcyerbeer, vom König von Preußen und von mir selber,vom Frankfurter Parlament und von seinen Gedichten, dawar mir's zuweilen, als flanierte ich wie vor fünfzehnZahren mit ihm auf dem Boulevard Italiens herum.Aber zuweilen kamen auch Klagen ans die Lippen desLeidenden, zu welchem der früher so gesunde, das Lebenso reichlich genießende Mann damals keine Veranlassunghatte. Doch auch dann, wenn er von seiner Krankheit, vonseiner hoffnungslosen Zukunft spricht, zeugten die Ruhe,die Resignation seiner Worte von einer riesigen physischenKraft . '. . ."
Grade an dem Tage, als Hillcr den kranken Poetenbesuchte, hatte Heine an den Musikverleger Michael Schloßin Köln ein neues Gedicht gesandt, um welches dieser ihnanläßlich einer Preiskonkurrenz angesprochen hatte. Heinemeinte, in diesem Gedicht ganz besonders den Forderungen