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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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des Komponisten in die Hände gearbeitet zu haben. „DerLiebe Leichenbegängniß" — unter diesem Titel erschien dieDichtung Heines in der von Schloß verlegten „RheinischenMusikzeitung" vom 29. Marz 1851. Ob es komponirtwurde, weiß ich nicht. Auch Hiller wußte darüber nichtsNäheres. Er erinnerte sich nur der Thatsache, daß Heinestets großen Werih auf die Komposition seiner Lieder gelegthabe, obwohl ihm von diesen Kompositionen nichts, aberauch buchstäblich nichts zu Gute gekommen war.

Zum vierten und letzten Male sah Hiller Heine imHerbst des darauffolgenden Jahres. Es war auch Herbstgeworden im Leben des Dichters. Aber der Humor, dasgöttliche Gnadengeschenk, war ihm in schmerzfreien Stundendoch noch verblieben, und so empfing er Hiller, der seinenBericht über den Besuch bei Heine in der „KölnischenZeitung" pnblizirt hatte, mit der charakteristischen aber sicheraufrichtigen Aeußerung: „Ihr Feuilleton hat mir Freudegemacht. Nicht etwa, weil sie darin allerlei Schönes vonmir gesagt, aber weil es hübsch geschrieben war, — ich binKünstler vor Allem."

Es war für Heine ein wehmütiger Genuß, im heiternGeplauder mit dem alten Freunde die Erinnerungen anfrohe Jugendjahre heraufzubeschwören und bei diesen dertrüben Gegenwart zu vergessen. Nach dem Tode Heinesbewahrte ihm Hiller stets ein treues Andenken und auch erwar jedesmal einer der ersten auf der Bresche, wo es galt,das Andenken des Dichters gegen Beschimpfung und Ver-leumdung zu schützen und für seinen vielverkannten Charakterwie für feine künstlerische Bedeutung Zengniß abzulegen.

Das Künstlerische in beiden Naturen war es ja auchsicherlich, was Hiller und Heine in so nahe und vertrauteBeziehungen gebracht, was sie an einander interessirte undfesselte. Als ein kleiner, aber nicht minder charakteristischer