ja sogar seines Stils, gezeigt hatte. Auch der fröhlicheZugeudmuth, das burschikose, studenteuhafte Stürmen gefielihm an Laube, und das „große, flammende Herz", das unterallen anderen glänzend hervorleuchtete. So kam Heine, wiees nun einmal seine Art war, bald bis zur enthusiastischenUcberschätzung des gelehrigen und treuen Züngers. Erschrieb ihm „eine soziale Bedeutung" zu, „deren ganzesGewicht jetzt noch nicht ermessen werden kann. Er hatalle gute Eigenschaften, die wir bei den Autoren der ver-gangenen Periode finden, nnd verbindetdamit den apostolischenEifer des jungen Deutschlands. Dabei ist seine gewaltigeLeidenschaft durch hohen Kunstsinn gemildert und verklärt.Er ist begeistert für das Schöne, ebenso sehr wie für dasGute, er hat ein feines Ohr und ein scharfes Auge füredle Form, und gemeine Naturen widern ihn au, selbstwenn sie als Kämpen für noble Gesinnung dem Vaterlandenützen. Dieser Kunstsinn, der ihm angeboren, schützte ihnauch vor der großen Verirrung jenes patriotischen Pöbels,der noch immer nicht aufhört, unfern großen Meister Goethezu verlästern und zu schmähen".
So Heine über Laube. Man muß annehmen, daßsich dieses Urtheil auf dessen Roman „Das junge Europa"und auf dessen „Deutsche Literaturgeschichte" bezogen hat.Zu wie enthusiastischer Weise Heine über die letztere Arbeitdachte, ist bekannt. Laube bewahrte eine Kritik des Dichtersüber dieses Buch, weil sie ihm selbst „im Lob viel zu aus-schweifend" mar, mehr als vierzig Zahre in seinem Schreib-pult und überließ mir dieselbe erst auf dringendes Bittenmit der Bedingung, daß die Publikation des Aufsatzes —einer damals nicht veröffentlichten Korrespondenz für die„Augsburger Allgemeine Zeitung" — erst nach seinem Todeerfolge.
Es ist hier nicht der Ort, um Laubes wirkliche Beden-