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führen, daß dieses Leben doch glücklicher war, als man all-gemein anzunehmen gewohnt ist, und daß der, der es gelebt,ein besserer Mensch gewesen, als man nach seinem Schaffenzu vermuthen berechtigt wäre; denn die drei Freunde, dieHeinrich Heine in seinem Leben sich erworben, sind ihmnicht nur bis zum Grabe, sondern noch lange über dasGrab hinaus bis zu ihrem eigenen Tode treu und ergebengeblieben.
Nun hat auch sie der Tod ereilt, und zwar alle dreiim Laufe eines Jahres. Im vorletzten Sommer hat unsHeinrich Laube verlassen, nicht gar lange nachher hat Fer-dinand Hiller das Zeitliche gesegnet und schließlich habensie auch den dritten, Alfred Meißner, in der alten stillenStadt Bregenz zur kühlen Erde gebettet. Alle drei warengleich aufrichtige Freunde Heines, Laube der älteste, Meißnerder wärmste; es verlohnt sich, den Beziehungen nachzugehen,in denen sie während ihres Lebens zu dem Dichter gestanden.Eine solche Untersuchung, die sich zum Theil auf noch un-bekannte Details stützt wird zugleich als ein Beitrag zurLebensgeschichte der drei Freunde selbst gelten können.
Das „junge Deutschland" vermittelte die erste Be-kanntschaft Heines mit Laube. Seit dem Frühjahr 1833war letzterer mit dem Dichter in persönliche Korrespondenzgetreten. Und zwar war es, wie er mir selbst erzählte, alser- die Redaktion der „Zeitung für die elegante Welt" über-nommen hatte. Laube forderte natürlich alle gleichstrcbendenGenossen, vor allem Heine, zur Mitarbeit an diesem Journalauf, das er sich gewissermaßen als das Forum des jungenDeutschland dachte. Heines zustimmende Antwort ließ nichtlange auf sich warten. Er schätzte Laube schon von dessenersten literarischen Anfängen her, oder vielmehr es gefielihm, daß dieser sich in seinen „Reisenovellen" als Apostelund Schüler seiner Theorien und seiner Darstellungsform,