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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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war ja damals über den ganze» deutsche» Kreis von Parisgezogeil — daß sich Lißt sehr abschätzig über ih» »»d seinemusikalische» Berichte geäußert habe. Dazu war eiue un-vorsichtige Aeußerung Heinrich Laubes gekommen, der inseinen Pariser Briefeil an die „Augsburger AllgemeineZeitung" belichtete: Heine habe ihm erzählt, daß Franz Lißtaugenblicklich der bevorzugte Liebhaber von George Sandsei! Diese Behauptung entsprach aber in keinem Sinne derWirklichkeit- weder war Lißt der Liebhaber von GeorgeSand, noch hatte Heine dies erzählt. Den verletzendenAeußerungeil Lißts über ihn, die ihm sofort brühwarmhinterbracht wurden, gegenüber, hielt es derDichter aber unterseiner Würde, ein Wort in dieser Angelegenheit zn sprechen.Erst fünfzehn Jahre später (1851) erklärte er in einer Notiz der„Lutetia": „Ich weiß nicht, wie mein Freund Heinrich Laubeeinst ill der „Allgemeinen Zeitung" mir eine Aeußerung in denMund legeil konnte, die dahin lautete, als sei der damaligeLiebhaber von George Sand der geniale Franz Lißt gewesen.LaubesIrnhum entstand gewiß durchZdeenassoziation, indemer die Namen zweier gleich berühmteil Pianisten verwechselte."In Wirklichkeit hatte Laube Lißt mit Chopin verwechselt, dersich damals der Liebe von George Saud zu erfreuen hatte.

Die freundschaftlichen Beziehungen aber zwischen Heineund Lißt erkalteten immer mehr. Zn seinem „Bliche Lazarus"in welchem der Dichter am Rande des Grabes noch einmalAbrechnung hält mit Allen, die je im Leben ihm nahcgetrcten,erhält auch Franz Lißt noch sein Thcil, und zwar zuerst indem Gedicht: „Im Oktober 1849", wo Heine die dcntscheuZustände nach der Revolution besingt. Dort heißt es:

„Auch Lißt taucht wieder auf, der Franz,

Er lebt, er liegt nicht blutgcrötet

Auf einem Schlachtfeld Ungarlands;

Kein Russe noch Kroat hat ihn getödtet.