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Es fiel der Freiheit letzte Schanz',
Und Ungarn blutet sich zu Tode —
Doch unversehrt blieb Ritter Franz,
Sein Säbel auch — er liegt in der Kommode.
Er lebt, der Franz, und wird als Greis
Vom Ungarkriege Wunderdinge
Erzählen in der Enkel Kreis —
„So lag ich und so führt' ich meine Klinge!"
Und dann in dem Gedicht „Znng-Katerverein für Poesie-Musik", auf die Zukunftsmusik Richard Wagners, für dieLißt zuerst öffentlich eingetreten. Der Dichter schildert dortein „tolles Konzert" in dem der Katcrverein vielleicht . . .
„Die große Oper probiret,
Die Ungarns größter PianistFür Charcnton komponiret."
Das war 1855 und wenige Monate darauf starb Heine.Aber Franz Lißt hat ihm nichts von all diesen satirischenAngriffen nachgetragen. Als er in Hamburg zum erstenmalein Konzert gab, galt einer seiner erstell Besuche der MutterHeinrich Heines und so oft er ans den Dichter zu sprechenkam, stets geschah es mit inniger Liebe und herzlicher Pietät.
Vor etwa fünf Zahren wandte ich mich an Lißt mit derFrage, was er über Heines musikalisches Verständniß denke,und mit der Bitte lim Mittheilung der Briefe des Dichters anihn. Zu einem überaus liebenswürdigen Schreiben, das natür-lich auch in die Hände eines Autographenjägers gefallen, ant-wortete mir Lißt umgehend, und zwar betreffs der Briefemit deil bereits im Eingang citirten Worten, was jedochHeines Verhältniß zur Musik betrifft, mit dem kurzen, aberschlagenden, und große ästhetische Essays aufwiegenden Satze:„Er war Musiker als Dichter!" Damit ist eigentlich allesgesagt, und es war nur der Ausdruck pietätvoller Bescheiden-heit, wenn Lißt sein Schreiben mit den Worteil schloß: