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eine deutliche, klare, interessante und entschiedene Antwort!Sie findet sich in den Rcisebriefeu eines Bacalanrens derTonkunst" („UöUres ä'nu Luelmiisr äs rnusigus"), dieLißt einige Jahre später sranzösisch herausgegeben und diesein Biograph L- Ramann vor einigen Jahren ins Deutscheübertragen hat. Einer dieser zwölf Briefe ist au Heine ge-richtet und aus Venedig vom 15. April 1838 datirt.
Lißt berichtet, daß ihm ein Pariser Freund HeinesArtikel aus der rnumeulk«, wo die Briefe an
Lewald übersetzt waren, gebracht habe, und dankt ihm füralles Schmeichelhafte, was er dort über ihn gesagt. Dannplaudert er in seiner geistreichen und genialen Weise mitHeineüber Venedig. Endlich aber wird er ernst und streng, indemer zu Heines Indiskretionen überfeine geistigen Wandlungengelangt. Da sagt er: „Offen gestanden, ich sehe die Ver-öffentlichung der Gedanken und Gefühle unseres inneruLebens durch die Presse als eines der Uebel unserer Zeitan. Unter uns Künstlern herrscht der große Mißgriff, daßeiner den andern nicht nur in seinen Werken, sondern auchin seiner Persönlichkeit beurtheilt, indem wir uns gegen-seitig vor dem Publikum secircn, führen wir es hierdurchoft ziemlich brutal, meist aber unrichtig in einen Theil unsererExistenz ein, der wenigstens zu unseren Lebzeiten von allerFragclust verschont bleiben sollte. Diese Art, aus der Eitel-keit des einzclneu hervorgegangen, anatomisch-psychologischeVorträge zum Besten der öffentlichen Neugierde zu halten,ist bei uns zur Gewohnheit geworden. Niemand hat mehrdas Recht, sich zu beklagen, denn niemand schont mehr.Und überdies läßt sich nicht verhehlen, daß die meisten unteruns einer Veröffentlichung, sei sie lobend oderbekrittelnd, nichtböse sind, — sie sehen ihre Namen wenigstens für ein paarTagein Umlauf gesetzt. Zu diesen, muß ich erklären, gehöre ich nicht!. .. Ich bin noch zu jung und die Schläge meines Herzens