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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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der Blätter und läßt sie hinansflattern in die Oeffcntlichkeit,der sie doch wohl angehöre»!

„Lißt hatte mir aus Genf geschrieben, daß er nachItalien reise," berichtete Heine am 16. November 1836 demgemeinsamen Freunde Ferdinand Hiller; „ich schrieb ihmvon Marseille aus, um über seinen Reiseweg nähere Aus-kunft zu haben, erhielt aber keine Antwort. Sagen Siemir doch, ist er in Genf?" Heine, der damals nach Neapelreisen wollte, hatte im Hafen von Marseille Schiffbruchgelitten; da er abergläubisch war, hielt er dies für einschlechtes Omen und beschloß, nach Paris zurückzukehren.Die Anfrage bei Lißt hatte wohl die Idee einer gemein-samen italienischen Reise zum Zweck, die früher oft schonvon beiden besprochen worden sein mag.

Das Zusammentreffen mit Lißt fand nicht statt, undwie es scheint, gerieth allmählich auch der Briefwechsel insStocken. Za, wer ein Gehör hat für die feinen Nuancenund Unterschiede in der Beurtheilung von Freunden beiHeine, der wird aus der Kritik, die er im darauffolgendenZahre — Mai 1837 — über Lißt geschrieben, schon einemerklich kühlere Temperatur herausfühlen. Zwar die Freund-schaft besteht noch; aber sie ist nicht mehr so lebhaft undfeurig, sie ist kühl und bedächtig geworden. Zu seinen„Vertrauten Briefen über die französische Bühne" findet sichdiese Kritik, die nach jeder Richtung hin für das Verhältnis;zwischen beiden wichtig und charakteristisch ist. Heine schildertim zehnten Briefe die französischen Tondichter seiner Zeit;nach einer witzigen Charakteristik von Berlioz kommt ernatürlich auch auf Lißt zu sprechen. Aber es ist begreiflich,daß es mehr das Persönliche als das Musikalische ist, wasihn an Lißt fesselte. War ja dieses Individuelle zugleichauch das Gemeinsame, das den ungarischen Virtuose» undden deutschen Dichter zu einer Quelle führte! Hören wir