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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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spielte er den Gang nach der Hinrichtung, In rnuveüs ansuxxlies, von Berlioz, das treffliche Stück, welches dieserjunge Musiker, wenn ich nicht irre, am Morgen seines Hoch-zeitstages komponirt hat. Im ganzen Saale erblassendeGesichter, wogende Busen, tiefes Atmen während der Pausen,endlich tobender Beifall. Die Weiber sind immer wie be-rauscht, wenn Lißt ihnen etwas vorgespielt hat. Mittollerer Freude überließen sie sich jetzt dem Tanz..."

Dies ist, wie gesagt, der erste Bericht Heines über Lißt.Wir erkennen in demselben den scharfen Beobachter, denneine Soirse, auf der Lißt spielte, hatte nach fünfzig Zahrenanchnoch kein anderes Aussehe», aber auch den Freund, der demim Aufstreben begriffenen Künstler seine Komplimente machenwill. Die Anspielung auf Ballanche, welche die Leser der„Florentinischen Nächte" damals allerdings nicht verstandenhaben, mußte sicher demKomponisten ein Lächeln abgewinnen:der Scherz mit Berlioz hat ihn vielleicht verletzt. Es istbekannt, daß Hector Berlioz in jenen Zahren einen wesent-lichen Einfluß auf Lißt ausgeübt hat. Die oben erwähnteKomposition war das vierte Stück aus seiner Symphonie„lZpisocks cls lg, vis cl'uu uvtists", die Lißt damals aufdas Klavier übertragen hatte.

Zndeß dauerte die Freundschaft zwischen Lißt und Heinefort, auch nachdem Lißt Paris verlassen und sich in Genfniedergelassen hatte. Es kommt sogar zu einem ziemlichregelmäßigen Briefwechsel, der doch gewiß ein Zeichen vonSympathie und Freundschaft ist. Leider sind, wie Lißtspäter beklagte, bei seinem Nomadenleben, und da er über-dies die üble Gewohnheit hatte, alle Briefe zu vernichten,diese Zeugnisse für die freundschaftlichen Beziehungen Heineszu Lißt sämmtlich verloren gegangen. Das Wenige, welchesder Zerstörung entgangen, sei gierigen Autographensammlernin die Hände gefallen. Vielleicht erbarmt sich ein Solcher