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Ein gut Theil, vielleicht das größte, von all' seinenAllusionen, Träumen, Hoffnungen und Idealen hatte HeinrichHeine bereits eingebüßt oder hiuopfern müssen, als er nachvier Zahren zum dritten Male nach Frankfurt a. M. kam.Bereits waren sämmtliche vier Bände der „Reisebilder" er-schienen und sein Name war noch bekannter als zuvor inDeutschland, aber seine Popularität und sein Ruhm standennicht mehr auf gleicher Höhe. Er hatte jetzt mehr Feinde,eine Unzahl von Neidern und viele prinzipielle Gegner seinesSchaffens. Er war diesmal auf der Flucht vor der herr-schenden Reaktion und mußte das Vaterland verlassen, ausdessen Boden er, wie jener Riese der griechischen Sage, dieWurzeln seiner Geisteskraft, seiner dichterischen Bedeutungalle Zeit gesogen hatte. Zu dieser Gemüthsstimmung thates ihm wohl, iil Frankfurt a. M. eilte große Gemeinde vonVerehrern und Anhänger» zu finden. Acht Tage verweilteer diesmal in der alten Reichsstadt. Obwohl sein FreundLudwig Börne längst bereits seinen Wohnsitz in Paris auf-geschlagen hatte, wurde Heine doch von dessen Freundenund den Stimmführern der liberalen Partei mit großerAchtung aufgenommen und viel gefeiert. Am frühen Morgenging er ans, und wenn er Mittags nach Hause kam, fander stets seinen Tisch mit Visitenkarten der besten Namen überund über bedeckt. Znsbesondere verkehrte er mit der Familiedes Komponisten Ferdinand Hiller, mit dem Verleger Dr.Karl Löw c nth a l (später Dr.Löning), mit dem Arzt Börne's,Dr. Stiebel, und mit allen jungen Schriftstellern und Zonr-nalisten des damaligen Frankfurt. Auch ein junger Gelehrter,der damals in Frankfurt lebte, erregte seilt besonderes Inter-esse: er besuchte ihn oft und ging gern mit ihm spazieren, wobeisie sich am meisten über orientalische Gegenstände unterhielten.Es war dies der berühmte Orientalist Prof. Gustav Weil,der jetzt noch eine Zierde der Heidelberger Universität bildet.
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