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Heine uns mittheilt. Man kann sogar noch mehr behauptenund ruhig Alles, was Heine Börne in den Mund legt, ihmselbst zuschreiben und Börne's Antworten auf Heine's Contosetzen, und man wird bei einer solchen Rollenvertauschungkaum einem der beiden Männer wirklich Unrecht thun.Natürlich sprachen sie auch von Goethe und von WolfgangMenzel, der damals zuerst gegen den Dichterfürsten auf-getreten war. Heine mußte Börne versprechen, in StuttgartMenzel aufzusuchen, und er schrieb au ihn zu diesem Zweckeeine Empfehlungskarte, indem er von Menzel sagte: „Derhat Muth, außerordentlich viel Courage, der ist ein braver,grundehrlicher Mann und ein großer Gelehrter!"
„Mit drolliger Güte", wie Heine erzählt, nahm ihmBörne das Versprechen ab, ihm drei Tage seines Lebens zuschenken; ja er ließ ihn gar nicht von sich, er mußte mit ihmin der Stadt herumlaufen, allerlei Freunde und Freundinnenbesuchen. So gingen sie durch die Zudengasse und gedachtender großen weltgeschichtlichen Tragödie des Zudenvolkes.Ihre Wanderung führte sie durch das Weichbild der Stadtund natürlich auch durch die große Eschenheimergasse, woder Bundestag damals seine Sitzungen abhielt, und siegedachten des Elends des deutschen Volkes. Sie gingenan der Börse vorüber, „wo die goldene Ader der . Stadt"fließt. Und hier gedachten sie der sozialen Frage, indemsie das Ueberwiegen der Geldmächte beklagten; und als sieüber den Römerberg kamen, führte Börne Heine zur altenKaiserburg, um ihm dort die goldene Bulle zu zeigen. Beieinem von Börne's Freunden, bei seinem Arzte, Dr. Stiebel,der übrigens später der Schwager eines Vetters von Heinewurde, speisten sie am Sonnabend zu Mitlag, weil derselbe ingetreuer Beharrniß an jüdischen Gebräuchen, ihnen die be-rühmte Schaletspeise vorsetzen wollte, die Heine in seinem„Romanzero" später so wundervoll besungen hat. Börne