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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
Seite
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Lieblingsschriftsteller Börne erzählt, so daß Heine gern dieGelegenheit ergriff, ihm in Frankfurt einen Besuch abzu-statten.

Allerdings gelang ihm dies, wie er selbst erzählt, nichtohne vieles Umherfragen und viel Suchen. Ucberall, woer sich nach Börne erkundigte, sah mau ihn ganz be-fremdet an und man schien diesen, wenigstens nach Heiue'sBericht, in seinem Geburtsorte entweder wenig zu kennenoder sich doch nur wenig um ihn zu bekümmern. Endlichfand er ihn in dem Hause seines Vaters welches da-mals in der Bornheimerstraße Nr. 138 lag. Die Bekannt-schaft war bald gemacht und der Ton zwischen den beiden,damals noch für dieselben Ideale und Ziele kämpfendenSchriftstellern wnrdebald ein vertraulicher. JhreKonversatioubegann mit Cotta und Campe. Heine sagt: „Wenn Köchinneuzusammenkommen, sprechen sie von ihrer Herrschaft undwenn deutsche Schriftsteller zusammenkommen, sprechen sievon ihren Verlegern." Heine empfahl ihm Julius Campeund veranlasste Börne, der damals mit der Idee einer Heraus-gabe seiner sämmtlichen Schriften schwanger ging, nachHamburg zu reisen und sich mit dem Verleger der „Reise-bilder" über diesen Plan zu verständigen. Nachdem die Ver-leger abgethan waren, begannen die wechselseitigen Kompli-mente und Geständnisse. Heine kannte alles von Börneund Börne das Wichtigste von Heine. Mit einer Ausführ-lichkeit, die nichts zu wünschen übrig läßt, hat Heine indein bekannten Buche über Börne alle Gespräche mitgetheilt,die sie in jenen drei Tagen geführt haben. Er müßte dasGedächtniß eines Dasc gehabt haben, wollte er wirklich nachzwölf Jahren alle jene Gespräche so wortgetreu in der Er-innerung behalten haben, wie er behauptet. Ja, mankönnte fast sagen, daß drei Tage gar nicht ausgereicht hätten,um so viele und eingehende Gespräche zu führen, wie sie