Druckschrift 
Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
Seite
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Brief aus Frankfurt, .,iu der Weltgeschichte hat Zeder Recht,sowohl der Hammer, als der Amboß/' Es wäre interessantden Schreiber dieses Briefes zu errathen; in dem jüdischenLager Frankfurts wird man ihn wohl kaum suchen dürfen,aber sollte nicht Karl Gutzkow der Autor sein, mit demHeine ja damals noch in freundschaftlichem Verkehr undBriefwechsel gestanden und dessen Meinungen in demselbenzum Ausdruck kommen?

Zwölf Aahre nach seiner ersten Reise nach dem Millio-nenglück des Kaufmanns kam Heine abermals nach Frank-furt. Diesmal allerdings nur auf drei Tage, aber wie hattesich die Situation auch inzwischen geändert, welche Wande-lungen hatte Heine selbst durchgemacht! Aus dem jungenKanfmannslehrling war ein großer und berühmter Dichtergeworden, dessen Name bereits genannt wurde, wenn mandie Besten im Lande nannte. Bereits war das „Buch derLieder" erschienen und hatte im Sturm dem Dichter dieHerzen der Zugend erobert. Auch der erste und zweiteBand der „Reisebilder" waren bereits herausgekommen undhatten den Namen Heinrich Heiue's als den eines muth-vollen Vorkämpfers der Freiheit, als den eines scharfenund entschiedenen Gegners der Reaktion und der Zesuiten,ja sogar der Regierungen, in ganz Deutschland gekanntund gefürchtetge macht. Heine war eben aus London zurück-gekommen und folgte einem ehrenvollen Rufe des an-gesehensten damaligen Verlegers, des Freiherrn von Cotta,nach München, um dort die Redaktion der „Neuen poli-tischen Aunalen" zu übernehmen und dieselben zu einemangesehenen politischen Organ zu machen. Drei Tage langließ er sich in Frankfurt festhalten, und zwar war esdiesmal einzig und allein „der Doktor Börne, der gegen,die Komödianten schrieb", der ihn fesselte. Schon in Berlinhatten ihn Rahel und Varnhagen von Ense von ihrem