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„Zur Morgeuröthe" mit, wo er „oft soupirtc, Kaffee trank,Karten spielte und sonstige Freimaurerarbeiten verrichtete."Während der junge Heine siel, in eine der vielen Zeitungenvertieft hatte, flüsterte ihm plötzlich ein junger Mensch, dernebeit ihm saß, leise in's Ohr: „Das ist der Doktor Börne,welcher gegen die Komödianten schreibt." Als Heine aufblickte,sah er einen Mann, der, nach einem Journale suchend, mehr-mals im Zimmer sich hin- und herbewegte und bald wiederzur Thüre hinausging. So kurz auch sein Verweilen war, soblieb Heine doch das ganze Wesen des Mannes im Ge-dächtniß und noch nach zwanzig Jahren konnte er ihn mitdiplomatischer Treue abkonterfeien. Ludwig Börne wardamals schon abgesetzter Polizeiaktnar von Frankfurt a. M.,und die Begegnung mit ihm mochte auf den Knabensichtlich einen tiefen Eindruck hervorgebracht haben, denner selbst schreibt zwanzig Jahre später: „Ein Funkenaus dem Auge des Mannes berührte mich, ich weißnicht wie, aber ich vergaß nicht diese Berührung und ver-gaß nie den Doktor Börne, welcher gegen die Komödiantenschrieb."
Nach der Abreise des Vaters mußte nun Heine in dasGeschäft des Bankiers Rindskopf eintreten und dort sichden Comptoirarbeiten unterziehen. Das gelang ihm abernur sehr schlecht. Statt Geschäftsbriefe schrieb er Traumbilderund anstatt Rechnungen machte er Sonette. Seilt Frank-furter Prinzipal schrieb an seinen Vater nach Düsseldorfwahre Jeremiaden, aber alle seine Ermahnungen warenfruchtlos, aus dem Poeteujüugling war eben kein Kaufmannherauszuschlagen. Er selbst sagt in seineu Memoiren: „Einberühmter Kaufmann, bei welchem ich ein uzM-sut-s inillio-nuire werden sollte, meinte, ich hätte kein Talent zum Erwerbund lachend gestand ich ihm, daß er wohl Recht haben möchte."Ein andermal sagt er, einige Jahre vor seinem Tode, zu