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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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schläft de Mähd beim Knecht." Do han ich em cne Watschgegewe und do ts von de Bank gefalle." Unter all-gemeiner Heiterkeit ertheilte der Lehrer den beiden Knabeneine derbe Rüge. Hierauf begann der Unterricht. Nureiu halbes Jahr besuchte Heiue diese Handelsschule.

Im Fühjahr des Jahres 1815 nahm ihn sein Vaterzum ersten Male zur großen Messe nach Frankfurt a. M.mit. Es war dies wohl die erste größere Reise Heinasund man kann sich denken, welchen Eindruck die alte Pa-trizierstadt ans den phantastischen Sinn des Knaben hervor-brachte. Damals hatte Frankfurt noch seine Wallgräbenund Thürme, seine Thore und Wachen und die schärfste Kou-trole über jeden Fremdling. Dreierlei Herren regierten dieStadt: die Schöffen, die Senatoren und die Männer desRaths. Man kann sich heute das alte Frankfurt vor sechzigoder siebzig Jahren kaum noch vorstellen. Aber dasselbe istja so oft und anschaulich geschildert worden, daß ich es mirhier wohl versagen darf, ein Weiteres darüber mitzutheilen.Hat doch auch Heine in einer seiner bedeutendsten Schöpfungen,in demRabbi von Bacharach", selbst viel von dem Eindruckverwerthet, den das Frankfurt jeuer Tage in der Jugend-zeit auf ihn hervorgebracht, und wir werden noch Gelegen-heit haben, hierauf zurückzukommen.

Die erste Sorge des Vaters war nun wohl, seinenSohn in einem Bankcomptoir unterzubringen. Sein alterGenosse und Geschäftsfreund, der Banquier Mayer BeerRindskopf (17681837), der Ahnherr der angesehenenFamilie Rickoff, erbot sich, den jungen Heine als Volontärin sein großes Geschäft aufzunehmen. Zunächst allerdingszeigte Samson Heine seinem Sohne die SehenswürdigkeitenFrankfurts; hatte er ihn doch hauptsächlich mitgenommen,damit er sich in der Welt einmal umsehe, das sei bildend."So nahm er ihn auch einmal in die jüdische Freimaurerloge