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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
Seite
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seinem Bruder Gustav:Mein seliger Vater ließ mich imJahre 1815 auf längere Zeit in Frankfurt zurück. Zchsollte aus besonderen Rücksichten im Büreau des Bankiersmeines Vaters als Volontär arbeiten, blieb aber nur 14Tage dort und benutzte seitdem meine junge uneingeschränkteFreiheit, um ganz andere Dinge zu studircn. Zwei Mo-nate verlebte ich damals in Frankfurt und in dem Büreaudes Bankiers brachte ich, wie gesagt, nur vierzehn Tage zu.Daraus mag wohl der absichtliche Jrrthum entstanden sein,den ich einmal in einem deutschen Blatte las: ich sei nämlichzwei Zahre lang in Frankfurt bei einem Bankier im Dienstegestanden. Gott weiß, icb wäre gern Bankier geworden,es war zuweilen mein Lieblingswunsch, ich konnte es abernie dazu bringe». Ich habe es früh eingesehen, daß denBankiers einmal die Weltherrschast anheimfallen muß."In seinen Memoiren erzählt der Dichter allerdings wider-sprechend, daß er ans dem Comptoir des Bankiers Rindskopfhöchstens drei Wochen" zugebracht habe.

Nach dem Mißerfolg dieses Unternehmens wurde Heinein dem Geschäft eines großen Spezereiwaarenhändlers alsVolontär untergebracht; dieBesuche", wie er sich euphe-mistisch ausdrückt, daselbst dauerten nach seiner eigenenAngabe nur vier Wochen. Viel mag er auch dort nichtprofitirt haben, doch lernte er in beiden Geschäften immer-hin,wie man einen Wechsel ausstellt und wie Muskat-nüsse aussehen". Als bald darauf eine große Handelskrisisentstand und Samson Heine, ebenso wie viele seiner Ge-schäftsfreunde sein Vermögen verlor, da platzte die merkanti-lische Seifenblase schnell und kläglich, und seine Mutterfing an, von einer neuen Laufbahn für ihren Hoffnungs-volleu Sohn zu träumen. Der Oheim Salomou Heine inHamburg wurde zum Familieurath herangezogen, da der