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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
Seite
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träumte eine glänzende Zukunft für denselben.DasRothschild'sche Haus, mit dessen Chef mein Vater vertrautwar, hatte zu jener Zeit seinen fabelhafteil Flor bereitsbegonnen; auch andere Fürsten der Bank und der Industriehatteil in unserer Nähe sich erhoben und meine Mutter be-hauptete, es habe jetzt die Stunde geschlagen, wo ein be-deutender Kopf im merkantilischen Fache das Ungeheuer-liche erreichen und sich zum höchsten Gipfel der weltlicheilMacht emporschwingen könne. Sie beschloß daher, daß icheine Geldmacht werdeil sollte, und jetzt mußte ich fremdeSprache», besonders Englisch, Geographie, Blichhalten, kurzalle auf den Land- und Scehandel lind Gewerbskunde be-züglichen Wissenschaften studiren." Zu diesem Zwecke bezogder Knabe in Herbste des Jahres 1813 die Handelssckiuleeines Herrn Vahrenkamp aus der Bolkerstraße in Düsseldorf.

Allzuviel von jenen Handelswissenschaften mag er abersi cher nicht gelernt haben; dagegen werden verschiedene Scherzeerzählt, die der junge Harry dort getrieben und die schonauf eine gewisse poetische Veranlagung schließen ließen. Sopflegte er seinen Mitschülern die alten Klassiker inJudäaslieblichen Dialekt" zu übersetzen. Der jüdisch-deutsche Homeroder Ovid rief oft in den Zwischenstunden ein schallendesGelächter hervor. Einen anderen Scherz erzählt ein etwasälterer Kamerad Heine's, der nachmalige KreisbaumeisterWerner zu Bonn, der den Platz zur rechten Seite Heine'sin jener Handelsschule inue hatte, während zur linken eingewisser Faßbender, der Sohn des Besitzers einer BrauereiZum Specht", saß. Eines Tages erhebt sich ein plötzlicherLärm in der Schulstnbe Harry Heine fliegt von seinerBank unter den Tisch.Was geht hier vor?" fragt dereintretende Lehrer.Oh", antwortet der junge Faßbcnderzorugeröthetcn Gesichts im breitesten rheinländischen Dialekt,de verdammte Jüdde sähd:Em Specht, em Specht, do