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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
Seite
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Jahrhunderte trennen, während zwischen Abdurrahman undHeine wieder etwa acht Jahrhunderte liegen. Interessanternoch als die gemeinsame Idee ist die Art der Behandlungund der Fortschritt in der Naturspmbolik des Menschenlebensim Laufe der Jahrhunderte.

Verwandten Inhalts — ja sogar der Heineschen Ideenoch um einen Schritt näher >— ist ein zweites, späteresGedicht desselben fürstlichen Poeten, das also lautet:

Zn den Gärten von RußafaSah ich eine Palme stchn,

Ferne von der PatmenhcimathSäuselnd in des Windes Wehn.

Und ich sprach: Wie deinen BrüdernDu entrückt bist, schöner Baum,

Trennt auch mich von meinen Freunden,

Meinem Stamm, ein weiter Raum.

Ich den Meinen ferne, FremdlingDu auf fremdem Erdgcfild,

Ist mein Schicksal wie das deine,

Und bist du mein Ebenbild!

Tränke dich die schwerste Wolke,

Die sich durch den Himmel wälztUnd in RegenschauerströmcnSelbst die Sterne droben schmelzt.

Unsere Wanderung dnrck ein Jahrtausend ist zu Ende.Daß Abdurrahman die Erzählung des Midrasch aus irgendeiner zweiteil Quelle gekannt, ist möglich, daß sie Heinegekannt, sogar wahrscheinlich. Dagegen konnte Heine dasGedicht Abdurrahmans unmöglich bekannt sein, da er desArabischeil nicht mächtig war, und die erste Ausgabe derChrestomathie M. Hollats, in der jene Gedichte sich befanden,später, ja die deutsche Uebersetzung Schack's niehr als dreißigJahre nach dem Gedicht Heine's erschienen ist.

Verringert es aber den Werth des Gedichts oder den