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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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und kaum war die letzte Scholle Erde auf das Grab ge-fa lle», trat Gustav schou „als literarischer Vormünder" auf!Was uuu folgte, ist mehr oder minder bekauut. Gustav Heiuewollte seinem Bruder einen prachtvollen Grabstein setzen,Mathilde verbot ihm das. Gustav Heine erklärte, seinBracher habe keine Memoiren hinterlassen, um dann wenigeZahre später zu erklären, daß er die richtigen „Memoiren"besitze, sie aber ans Familienrücksichten nie publiciren werde.Worauf dann wieder Mathilde replicirte, es gebe keineanderen Memoiren als das damals in ihrem Besitze befind-liche Fragment. Gustav Heine veröffentlichte im Februar1856 das letzte endgiltige Testament seines Bruders im„Fremdenblatt" .^)

") Wie es heißt, rührte die Artikelseric, die nach Heine's Tod im„Frcmdcnblatt" erschienen und mit der Chisfre G. H. unterzeichnetwar, aus der Feder des bekannten Wiener Publicistcn und Roman-schriftstellers Friedrich Uhl her. — Es darf übrigens nicht unerwähntbleiben, daß unmittelbar nach dem Tode Gustav Hcine's die Mythcn-bildung frisch an ihr Werk ging. Von all' den aus diesem Anlaßerzählten Anekdoten — pro st contra — dürften die meisten, aufihre Wahrheit geprüft, als unecht sich erweisen. Unter Andcrm wurdeauch erzählt, daß Gustav Heine für seinen Bruder Heinrich einenGang zu Metternich machen mußte. Heinrich war damals schon schwerkrank in Paris, und sein Arzt Dr. Grnbp rieth ihm dringend eineCur in Gastcin an. Um die Reise zu ermöglichen, entwarf Grubyeinen eigenen 5VaZonIit für ihn, eine wahre Krankenstube auf Rädern,in der er unterwegs förmlich wohnen sollte, von allen Bequemlichkeitenumgeben. Jeden Tag fand der Arzt noch irgend ein neues Detail,um diese Fahrgelegenheit zu vervollkommnen, und der kranke Dichterbelustigte sich damit, ihm noch allerlei unmögliche Finessen dazu zusoufflircn. Als endlich der Wagen unübertrefflich schien, warf HeinrichHeine die praktische Frage aus, ob man ihm denn freies Geleit inOesterreich gewähren werde. „Du mußt zu Metternich gehen", soller hierauf zu seinem Bruder gesagt haben und dieser beeilte sich, daszu thun. Der Fürst empfing ihn gleich mit den Worten: „Ah, Siesind es, lieber Heine; was macht denn Ihr Bruder Heinrich?" —

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