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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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Tarauf kam im Jahre 1868 Max Heine und veröffent-lichte ein älteres Testament ans dem Zahle 1843 als dasalleingiltige. Mir war es damals vorbehalten, den wahrenSachverhalt und das echte Testament aus den verschollenenBänden des Wiener „Fremdenblatt" an den Tag zu bringen.

Und so ging es fort. Man kann nicht sagen, daßdie Familie Heine sich durch solches Vorgehen sonderlicheSympathien erworbew hat. Za, man muß vielmehr be-haupten, daß die allgemeine Stimmung, die sich so sehrgegen die Brüder des Dichters kehrte, vielfach selbst ungerechtgegen dieselben gewesen sei. Heinrich liebte seine BrüderMax und Gustav; den Erstern mehr, den Andern vielleichtetwas weniger. Es steht wohl außer jedem Zweifel, daßauch sie ihn herzlich liebten und freudig als den Stolz derFamilie betrachteten. Die eigenthümliche Lage allein, in diedas Leben Beide führte, erklärt es, daß sie später eine so selt-same und wenig sympathische Stellung zu ihrem Dichter-Bruder einnahmen und nach dem Erscheinen seiner Briefe —welche Publikation sie natürlich sehr ungünstig aufnahmen —vielfach in Widerspruch mit den Thatsachen geriethen.

„Durchlaucht," entgegnete er, „gerade seinetwegen bin ich hier," underzählte ihm den ganzen Sachverhalt. Metternich hatte aber kaumdie ersten Worte gehört, als er einfiel: „Wie, ein Heinrich Heinesollte nicht freikommen und gehen dürfen in Oesterreich? ÜberschreibenSic ihm doch gleich, er solle nur kommen und so gesund als möglichwerden. Augenblicklich unterschreibe ich ihm alles, was er will. Undwenn ich ihn persönlich sprechen könnte, würde es mich besondersfreuen. Kommt er nach Wien, so müssen wir uns jedenfalls begegnen."Es kam freilich nicht so weit; eine solche Reise konnte der Dichterdamals nicht mehr unternehmen. —

Soweit die Anekdote, die aber leider auf einen historischen Fehlersich gründet, der das Gebäude umstürzt. Gustav Heine sah seinenkranken Bruder nur im Sommer 1851 und im Herbst 1855. Damalsaber war Metternich bereits ein lebendig-todter Mann, der keinemMenschen mehr freies Geleit in Oesterreich gewähren konnte!