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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
Seite
64
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wegen meinen Namen von Gustav für die Feuilletons seinesJournals oder sonstwie als Annonce ausbeuten zu lassen ...Mein Bruder Gustav kauu auch nichts wissen übermeine „Memoiren", wovon in der That ein großerTheil vernichtet ist; er hat nur Vermuthungen und sagtimmer mehrmals er weiß. Es bekümmert mich unendlich,daß Sie ihn nicht von einer besseren Seite kennen gelernt;er hat sehr viele gute Eigenschaften, er hat sie oft durch dieThat bewiesen, und nur die verdammte Zwistsncht und dieEmancipation von der Wahrheit kann ihn verhaßt machen;ich aber werde, wie gesagt, einen Bender unter jeder Be-dingung lieben: ich weiß sogar, er hat schrecklich gegen michraisounirt, aber ich variire nicht leicht in meinen Affectionen,und auch Freuude, die mich mit Nadelstichen nergeln, könnenans meine liebende Toleranz rechnen."

Unter solchen Umständen ist es begreiflich, daß Heineseinem Bruder auch das kleinste Gedicht für dessen Blattverweigert, daß er seiner Versicherung, der „Romancero"sei wegen des Gedichtes „Maria Autoinette" in Oesterreichverboten worden, keinen Glauben schenkt, sondern vielmehrdie Vermnthung ausspricht, Gustav scheine „wegen seinereigenen Position dabei interessirt", daß er „hinfüro Oester-reich schone".

Endlich im November 1855 empfängt Heinrich Heinedie Nachricht, Gustav und Charlotte würden zur Weltaus-stellung nach Paris kommen. Er nimmt sich vor, nunernsthaft mit dem Bruder zu sprechen und ihm bestimmtzu sagen, daß er es aufgeben möge, in das Vcrhältniß zuCampe Zwietracht hineinzutragen. Dies ist den» wohl auchwährend jenes Besuches geschehen, über den Gustav Heineeine, sehr interessante Relation in seinem „Fremdenblatt"gegeben..

Ob es gefruchtet hat? Drei Monaie später starb Heine,