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ist ein undankbares Geschäft .... Ich war in Weimar,es giebt dort sehr gares Bier.... Auf der Reise und auchhier merkte ich, daß meine kleinen Gedichte sich auf einesonderbare An uerhreiteten .... Zeh war in Weimar, esgiedt dort auch guten Gänsebraten." Die wuuderlicheManier,in der Heine hier van seinem Besuch in Weimar gesprochen,reizte natürlich die Reugier des Freundes; erst aber aufsein wiederholtes Drängen entschloß sich Heine, ihm Folgendesdarüber zu berichten: „Daß ich Dir von Goethe Nichts ge-schrieben und wie ich ihn in Weimar gesprochen, und wieer mir recht viel Freundliches und Herablassendes gesagt,daran hast Du nichts verloren. Er ist nur noch das Ge-bäude, worin einst Herrliches geblüht, und nur das war's,was mich am meisten an ihm interessirte. Er hat ein weh-müthiges Gefühl in mir erregt, und er ist mir lieber geworden,seit ich ihn bemitleide. Im Grunde aber sind ich und Goethezwei Nainren, die sich in ihrer Heterogenität abstoßen müssen."ES folgt nun eine Parallele, der allerdings neben einemKörnchen Wahrheit ein so reiches Maß von Selbstvergötterunginnewohnt, daß man sich selbst in einer Zeit, in welcher derNarcissns-Knltns des eigenen Genius seine üppigsten Blürheutreibt, darüber verwundern kann und den Muth anstaunenmuß, der dazu gehörte, eine Periode mit den Worten: „Ichund Goethe" einzuleiten. Immer und immer wieder mußman daran denken, daß es ei» etwa fünfundzwanzigjährigerMensch, ein durch seine Erfolge überaus verwöhnter Studentwar, der in so unerhörter Weise den Jupiter von Weimaranzugreifen wagte.
Aber auch den glühendsten Goethe-Verehrer wird diebegeisterte Apotheose versöhnen, die Heine etwa zehn Jahrespäter, nach dem Tode Goethe's, diesem weiht. Ter „kalteKunstgreis" ist vergessen und der Dichterfürst auf seineuThron gesetzt. Wir müssen die betreffenden Stellen hier