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Zu demselben Tagebuch finden sich unter dem Datumdes 16. Zuli einige nähere und interessante Miitheilungenüber Heine's „Fanst"-Plan. Es heißt dort: Heine gedenkteinen „Faust" zu schreibe». Wir sprachen viel darüber, undseine Zdee dabei gefällt mir sehr gut. Heine's Faust wirdgenau das Gegentheil vom Goethc'schen werden. Bei Goethehandelt Faust immer-, er ist es, welcher dem Mephistophelesbefiehlt, dies und das zu thnn. Bei Heine aber soll Mephisto-pheles das handelnde Prinzip sein; er soll den Faust zuallen Teufeleien verführen. Bei Goethe ist der Teufel einnegatives Prinzip; bei Heine soll er positiv werden. —Heine's Faust soll ein Göttinger Professor sein, der sich inseiner Gelehrsamkeit ennnyirt. Da kommt der Teufel zuihm und belegt ein Kolleg, erzählt ihm, wie es in der Weltaussieht, und macht den Professor kirre, so daß dieser nunansängt, liederlich zn werden. Die Studenten sangen an,darüber zu witzeln. „Unser Professor wird liederlich", heißtes immer allgemeiner, bis der Herr Professor die Stadt ver-lassen muß und mit dem Teufel auf Reisen geht. Ans denSternen habe» die Engel inzwischen Theegesellschaften, zndenen sieb Mephistopheles auch einfindet, und dorr berath-schlagen sie über den Faust. Gott soll ganz aus dem Spielebleiben. Der Teufel schließt mit den guten Engeln eineWette über Faust. Die guten Engel liebt Mephistophelessehr, und diese Liebe, besonders znm Engel Gabriel, denktHeine so zn schildern, daß sie ein Mittelding zwischen derLiebe guter Freunde und der Liebe der Geschlechter wird,die bei den Engeln nicht sind. Diese Theegesellschaften sollensich dnrch das ganze Stück ziehen. Ueber- das Ende ist sichHeine noch nicht gewiß. Vielleicht will er den Professordnrch Mephistopheles, der sich zum Schinder gemacht hat,hängen lassen; vielleicht will er gar kein Ende machen, weiler dadurch den Vortheil erhält, Manches in das Stück hinein-