Schriftsteller in Paris, schließlich über die französische Aus-gabe seiner Werke und endlich über das Thema, .welchesschon in Zugendtagen fast stets den Gegenstand ihrer ein-gehenden Gespräche bildete: über die Juden.
Es macht einen ergreifenden Eindruck, wenn man Heineam Abend seines Lebens dieselben Ideen mit demselben Ton,von Hnmor und Wchmnth gemischt, aussprechen hört, dieer schon in jungen Jahren mit aller Kraft vertheidigt Hai:„Eine große Eivilisation des Herzeus blieb den Inden durcheine ununterbrochene Tradition van zwei Jahrtausende».Ich glaube, sie könnten deshalb anch so schnell theilnehmenan der europäischen Cnlrnr, weil sie eben in Betreff desGefühls nichts zu erlernen hatten, »nd nur das Wissen siebanzueignen brauchten. Doch das wissen Sie Alles besserals ich, und es mag Ihnen nur als Wink dienen zum Ver-ständnisse dessen, was ich in meinen „Geständnissen" gesagthabe. Aber wenn ich auch Campe den Auftrag gebe, dasBuch Ihnen zu senden, so bekommen Sie es gewiß erst andem Tage, wo anch der Messias eintrifft, wenn er, der altenTradition nach, auf einem Esel kommt und nicht die Eisen-bahn benutzen will.
„Ich weiß kaum, was ich dikrire, so schläfrig macht michnämlich der Uebergcnuß des Opiums, und ich schließe, in-dem ich Ihnen nochmals für Ihre Güte danke und Siefreundschaftlichst grüße."
Das war wohl der letzte Brief Heiue's an Lehmann,der von den Berliner Jugendfreunden — außer LeopoldZunz — allein damals noch am Leben war.
Sechzehn Monare später fiel Josef Lehmann dietraurige Pflicht zu, dem Dichter und Freunde den Nekrologzu schreiben. Die An, wie er sich dieser schwierigen Pflichtentledigt, ebararakrerisirt den Mann besser als dieeingehendsteu