— 37 —
er hinzu, „meine Bücher reichen weiter als die „AllgemeineZeitung."
„Heine hat mir," so berichtet Lehmann weiter, „beidiesen und den folgenden Besuche» — und ich mußte die-selben an jedem der wenigen Tage wiederHalen, die ich dies-mal in Paris zugebracht — nach sehr viel über sich undseine Denkwürdigkeiten mitgetheilt.
In rascher, lebendiger Weise ließ er einmal nnsere ge-meinsamen todten und lebenden Freunde Revue passiven.Die Einen zeichnete er mit ven Farben eines Tizian oderBrenghel, und den Ander» sandte er die poetischsten Ab-schiedsgrüße."
Schließlich spricht auch Lehmann seine Bewunderungdarüber aus, wie in diesem halbtodten Körper der Geist sichnoch wach und rege erhielt und immer Neues zu schaffenvermochte. Mit inniger Wehmnth nahm er Abschied vondem Freunde der Jugend — wußten sie doch Beide: Es gabkein Wiedersehen mehr für sie auf Erden!
Bon nun ab wurde aber der Briefwechsel wieder leb-hafter zwischen den Freunden. Kaum warLehmnn» inBerlin,als er schon ein Schreiben von Heine erhielt, in dem er ihnbar, für sein gutes Recht gegen die Preßpiraten einzutreten,die seine zuerst französisch pnblieirten „Geständnisse" selbstins Deutsche rückübersetzten. Lehmann protestirte natürlichsehr energisch in seiner Zeitschrift gegen dieses Vorgehen.Dann folgte im Oktober desselben Jahres wieder ein Briefder letzte der im Besitz der Familie Lehmann befind-lichen — in dem Heitie viele interessante und conftdentielleMitiheilnngen macht.
Bor Allem über ''eine „Memoiren", für die er sich „Mit-lheilitngen über Schicksale und Transfigurationen lands-männischer alter Freunde" erbittet. Dann über die deutschen